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| 11:05 Uhr

Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda
Tierische Überraschung in Hoyerswerda

Die vier kleinen Königspythons sind eine echte Überraschung für die Hoyerswerdaer Zoo-Mitarbeiter: Die Schlange hatte ihre Eier so gut versteckt, dass sie bim zum Schluss unentdeckt blieben.
Die vier kleinen Königspythons sind eine echte Überraschung für die Hoyerswerdaer Zoo-Mitarbeiter: Die Schlange hatte ihre Eier so gut versteckt, dass sie bim zum Schluss unentdeckt blieben. FOTO: Zoo Hoyerswerda
Hoyerswerda . Großes Staunen im Zoo Hoyerswerda: Tierpfleger haben dieser Tage vier kleine Königspythons im Tropenhaus entdeckt. Der Nachwuchs ist eine echte Überraschung, denn die Schlange hatte ihre Eier so gut versteckt, dass sie bis zum Schluss unentdeckt blieben.

Tierpfleger hatten sich in den vorangegangenen Tagen zwar über das ungewöhnliche Verhalten der Python gewundert. So habe diese bei der Fütterung immer wieder aggressiv gezischt und sogar eine der Pflegerinnen leicht in die Hand gebissen, berichtet Zoo-Sprecherin Stefanie Jürß. Aber erst jetzt sei das Rätsel gelöst: Die Schlange wollte nur ihren Nachwuchs beschützen. Die vier Mini-Pythons erfreuen sich bester Gesundheit und sind inzwischen in ein eigenes Terrarium umgezogen.

Wie Jürß weiter mitteilt, ist das Tropenhaus derzeit auch die Kinderstube für vier kleine farbige Sinaloa Milchschlangen. Die Babyschlangen sind der erste Nachwuchs dieser Art im Zoo Hoyerswerda und wurden am 21. August geboren. Die 28 Zentimeter langen Tiere schlüpften nach 60 Tage bei 28°C. Anders als bei den Krokodilen ist das Geschlecht noch nicht bekannt. Bei Schlangen wird das Geschlecht durch Chromosomen geregelt, fast wie bei Menschen.

Im Amazonasbecken im Tropenhaus gibt es ebenfalls Nachwuchs. Die sieben kleinen Jesus-Echsen seien von den Tierpflegern zur Sicherheit aber in ein anderes Becken umgesetzt worden, damit sie nicht von den anderen Tieren im Aquaterrarium als Beute erlegt werden, so die Zoo-Sprecherin.

Auch im Erdmännchen-Gehege hopst Nachwuchs. Die drei wenige Wochen alten Jungtiere sind inzwischen immer öfter zusammen mit ihrer Familie im Freien zu sehen und erkunden die Anlage. Weitere Nachzuchten gibt es bei den Bankivahühnern und Pfauen. Stefanie Jürß: „Ein im Zoo geborener Steinkauz wird in Kürze im Harz ausgewildert.“


Die drei wenige Wochen alten Erdmännchen sind inzwischen immer öfter mit ihrer Familie im Freien zu sehen und erkunden die Anlage.
Die drei wenige Wochen alten Erdmännchen sind inzwischen immer öfter mit ihrer Familie im Freien zu sehen und erkunden die Anlage. FOTO: Zoo Hoyerswerda

Der krokotastische Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda hat jetzt Namen. Beim Tiergartenfest am Sonntag, 2. September 2018, hatte Zoovereinschef Karsten Bormann die Ehre, die Namen aus einer Vorauswahl zu ziehen. Die männlichen Kubakrokodile heißen Yoko, Micki und Rudi. Die beiden Weibchen wurden auf Jada und Shelly getauft. Leider ist das männliche Jungtier mit dem kurzen Schwanz Anfang dieser Woche unerwartet verstorben. Am Tag zuvor hatte er noch gut gefressen. Jetzt wird untersucht, woran es gestorben ist.

Insgesamt hatten Besucher seit Juli mehr als 1400 Namensvorschläge abgegeben. In die Auswahl kamen nur die Zettel, auf denen auch die Anschrift der jeweiligen Besucher angegeben war. Denn die Namensgeber bekommen demnächst Post vom Zoo Hoyerswerda und dürfen sich über eine Jahreskarte freuen.

Auch Pflanzen-Fans kommen im Zoo auf ihre Kosten: Im Tropenhaus blüht derzeit wieder die riesige Teufelszunge. Die Rarität wird auch als Penis-Pflanze bezeichnet und verströmt einen äußerst eigenwilligen Geruch. Im Tropenhaus können Besucher das außergewöhnliche Ereignis bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr beobachten. Schon im Januar brachte die Teufelszunge eine sehenswerte Blüte hervor – diese wurde damals 1,98 Meter hoch. Die Blüte ist voraussichtlich für rund zehn Tage, also bis zum 16. September, zu sehen.

(SvD)