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Hoyerswerda
Vier neue Mietshäuser für den WK X

Die Lebensräume Hoyerswerda wollen noch im Jahr 2018 vier Einfamilienhäuser an der Albrecht-Dürer-Straße errichten. Sie sollen – als Novum in Hoyerswerda – Einfamilienhäuser zur Miete sein.
Die Lebensräume Hoyerswerda wollen noch im Jahr 2018 vier Einfamilienhäuser an der Albrecht-Dürer-Straße errichten. Sie sollen – als Novum in Hoyerswerda – Einfamilienhäuser zur Miete sein. FOTO: Sascha Klein / LR
Hoyerswerda. Die Lebensräume Hoyerswerda wollen ihre Gebäude weiter aufwerten und investieren in diesem Jahr rund sechs Millionen Euro. Allerdings betritt die Genossenschaft auch in einigen Punkten Neuland. Von Sascha Klein

Es ist sonnig, aber kalt – am Mittag an der Albrecht-Dürer-Straße im Wohnkomplex X. Auf einer Seite des einstigen Plattenbau-Areals sind im vorigen Jahr bereits etliche Eigenheime entstanden. Und auch auf den Grundstücken des zweiten Bauabschnitts direkt daneben werden weitere Häuser gebaut. Insgesamt 27 Grundstücke sind verkauft, 27 Häuser sind gebaut oder bereits geplant. Die Lebensräume-Genossenschaft hat direkt am anschließenden Grünewaldring noch ein größeres Grundstück frei – und will dort selbst tätig werden, sagt Vorstandsvorsitzender Axel Fietzek: „Wir planen, dort vier Eigenheime zu bauen, die dann vermietet werden sollen.“ Um das abschließende Okay will Fietzek am Mittwoch während der Aufsichtsratssitzung werben. Die Zustimmung scheint jedoch sicher. Die Häuser sollen je 100 bis 110 Quadratmeter Wohnfläche haben. Das entspricht vier bis fünf Zimmern. Den Lebensräumen schwebt auch schon ein Mietpreis dafür vor – etwa um 1000 Euro monatlich. Nachfragen gebe es bereits.

Damit betritt die Wohnungsgenossenschaft zumindest in Hoyerswerda Neuland. Fietzek hat jedoch den Bedarf ausgemacht. Es gebe die Nachfrage nach Einfamilienhäusern, aber nicht jeder wolle auch selbst bauen. Deshalb bieten die Lebensräume nun auch diese Variante an. Ziel ist, sagt Fietzek, dass in diesen Häusern bereits zu Weihnachten die Tannenbäume stehen. Sprich: Sie sollten möglichst im Spätherbst bezugsfertig sein. Ein spezielles Design sei noch nicht beschlossen, sagt der Lebensräume-Chef. Er möchte jedoch möglichst den Geschmack vieler Interessenten treffen. Das bedeutet: Sie werden sich ins Aussehen der anderen Eigenheime einpassen. In Groß Särchen haben die Lebensräume bereits positive Erfahrungen mit dem Vermieten von Einfamilienhäusern gemacht, sagt Fietzek.

Axel Fietzek ist Vorstandsvorsitzender der Lebensräume.
Axel Fietzek ist Vorstandsvorsitzender der Lebensräume. FOTO: Sascha Klein / LR

Die Wohnungsgenossenschaft will laut Fietzek in diesem Jahr rund sechs Millionen Euro investieren. Das sind etwa 500 000 Euro mehr als im Jahr 2017. Allein für die Herrichtung frei werdender Wohnungen planen die Lebensräume Ausgaben in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Jährlich gibt es in dem Unternehmen rund 400 Wohnungswechsel. Zurzeit verfügen die Lebensräume über 6699 Wohnungen, davon allein 6105 in der Neu- und Altstadt von Hoyerswerda. Weitere Wohnungen besitzt die Genossenschaft in Knappenrode, Laubusch, Lauta und Burgneudorf. Die Leerstandsquote generell liegt nach Fietzeks Angaben bei 2,3 Prozent. „In der Wohnungswirtschaft kann man da von Vollvermietung sprechen“, sagt der Vorstandschef.

Die Lebensräume bieten jetzt eine 360-Grad-Tour an. So können Interessenten leerstehende Wohnungen online schon einmal ansehen.
Die Lebensräume bieten jetzt eine 360-Grad-Tour an. So können Interessenten leerstehende Wohnungen online schon einmal ansehen. FOTO: Sascha Klein / LR

Ein Pilotprojekt plant das Unternehmen in der Hoyerswerdaer Albert-Schweitzer-Straße. Dort wollen die Lebensräume Höhe des Wohnblocks 30 bis 36 eine Aufbewahrungsbox für Paketsendungen errichten lassen. Die Paketzusteller aller Anbieter sollen Pakete dort sicher ablegen können. Die Mieter können sie sich dann dort abholen und müssen nicht darauf vertrauen, dass tagsüber eventuell ein Nachbar das Paket entgegennimmt. Für diesen Service sei jedoch ein internetfähiges Handy oder ein Rechner notwendig. Denn der Code, um das Paket abholen zu können, kommt per SMS oder E-Mail. Im Frühjahr sollen zunächst die angrenzenden Lebensräume-Mieter das Angebot testen können.

Ein weiteres Projekt der Lebensräume in diesem Jahr: Das Wohnhaus Ratzener Straße 41 im WK VIII bekommt einen Aufzug. Das sei auch Wunsch der Mieter gewesen. Bei diesem Fünfgeschosser sei die Investition von rund 80 000 Euro für den innen gelegenen Fahrstuhl sinnvoll, sagt Fietzek. Diese Initiative will der Großvermieter in den kommenden Jahren auch an anderen Gebäuden fortsetzen. Bei Häusern unter fünf Geschossen würde sich der Einbau nicht lohnen.