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| 01:10 Uhr

Viel Applaus für Mathe-Probleme

Weißkollm.. Zugegeben, so richtiges Glück hatten die Weißkollmer nicht mit dem Wetter bei ihrem 5. Park- und Teichfest. Man könnte sogar sagen, dass sie sich das bislang mieseste Wochenende des Jahres ausgesucht haben. Und dennoch ließen sie sich ihre Feier nicht verderben. Foto: Uwe Menschner

Wozu gibt es schließlich ein Festzelt?

Theaterstück begeisterte
Hier konnten die Besucher allerhand erleben, ohne von Petrus' Launen abhängig zu sein. Am zeitigen Sonnabendnachmittag waren es zum Beispiel die Grundschulkinder, die für viel Freude und für das eine oder andere Schmunzeln sorgten. Lisa, Patrick, Marcel und die anderen erzählten in einem kleinen Theaterstück von Glück, Hoffnung, Klugheit und dem nötigen Kleingeld, das bei allen Unternehmungen ebenfalls dazugehört. Dabei ging es um die Frage, was im Leben wirklich wichtig ist. Als Patrick gemäß seiner Rollenvorgabe zugab, dass ihn „Mathematik schier zum Verzweifeln“ bringt, gab es starken Beifall einer einzelnen Person aus dem Publikum - wahrscheinlich von seiner Mathelehrerin. Doch der Junge bewies, dass er zumindest mit der deutschen Sprache gut klarkommt. Erstaunlich, wie souverän und ohne Aussetzer er seinen langen und teils schwierigen Text aufsagte und dabei sogar noch richtig schauspielerte. Dafür gab es am Ende der Aufführung auch den wohl verdienten herzlichen Beifall der Festbesucher.

Beschwingte Musik
Das Nachmittagsprogramm stand dann unter dem Motto „Mit Big-Band-Klängen ins Westernland“ . Gestaltet wurde er in großen Teilen von der Big Band der Hoyerswerdaer Musikschule.
Noch einen weiteren überdachten Ort gab es, wo sich viele Weißkollmer und Besucher am Nachmittag einfanden: die Kegelhalle. Hier zeigte der Zejler-Smoler-Verein aus Lohsa einen Teil seiner Ausstellung „Herrenhäuser um Hoyerswerda“ , der sich speziell mit dem Weißkollmer Schloss beschäftigt. „Für das Park- und Teichfest haben wir unsere Ausstellung noch um einige Stücke erweitert“ , so der Vorsitzende des Zejler-Smoler-Vereines, Reinhardt Schneider. Nachdenkliche Gesichter dominierten bei den Besuchern, denn schließlich ist die Geschichte des Weißkollmer Schlosses als eher traurig zu bezeichnen. Heute erinnert kaum noch etwas an das Gemäuer, das immerhin einmal der berühmten Industriellenfamilie Stinnes als Wohnsitz diente und als das schönste Herrenhaus in der Umgebung von Hoyerswerda galt.

Warthaer Wehr siegte
Auch der Sport kam beim 5. Park- und Teichfest nicht zu kurz. Beim Feuerwehrwettkampf um den Pokal des Lohsaer Bürgermeisters setzte sich die Vertretung aus Wartha durch. Die gastgebende Weißkollmer Mannschaft belegte den fünften Platz. (um)