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Verwirrungen und verfrühte Überlegungen

In der jüngsten Stadtratssitzung in Lauta sorgte ein Beschluss für eine neue Festsetzung der Grenzen für einen bebauten Ortsteil in Torno für mächtige Verwirrung bei den Stadträten. So wurde ein bebauter Bereich südlich der Bahnhofstraße und zwischen Friedrich-Engels- und Rosa-Luxemburg-Straße dem Innenbereich neu zugeordnet. ang/ahu

Die Stadträte nahmen an, dass die restlichen bebauten Grundstücke nun dementsprechend im Außenbereich liegen würden. Sylvia Drescher vom Lautaer Bauamt hatte sichtlich Mühe, die Situation zu erklären. Kurzum: Der vermutete Außenbereich ist immer noch Innenbereich, wo Baurecht herrscht. Im Prinzip gibt es jetzt in Torno mehrere definierte Innenbereiche für die unterschiedliche Festlegungen getroffen sind. Amtssprache ist und bleibt halt leider etwas schwierig.

Der Bürger Norbert Renner, der Vorsitzender des Kultur- und Sportvereins 69 Lauta ist, kritisierte im jüngsten Stadtrat das Gebäude- und Sportstättenkonzept insoweit, dass die Stadträte sich in diesem Konzept lediglich auf Verkauf oder Verbleib von Objekten im kommunalen Eigentum verständigen. Er appellierte an die Räte auch darüber nachzudenken, ob nicht noch mehr Gebäude Vereinen angeboten werden könnten und sei es nur für Lagerräume. Bürgermeister Frank Lehmann und die Räte wollten diese Hinweise mit beachten.

In der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Laubusch griff Ortsvorsteher Günter Schmidt tatsächlich schon die Überlegung zur Namensfindung der Laubuscher Schule am Markt, die in den kommenden Jahren wahrscheinlich wieder zu einer intakten Grundschule saniert und hergerichtet werden soll, auf. Die Ortschaftsräte können sich bereits bei den Laubuschern umhören oder selbst über Vorschläge zur Namensgebung nachdenken. Für Bürgermeister Frank Lehmann ist diese Überlegung zur Namensfindung definitiv verfrüht. Ein Schulbetrieb ist frühstens ab 2020 anberaumt.

Dass es für einen Reporter zuweilen ziemlich eigenartig ist, selber vor der Kamera zu stehen und befragt zu werden, wird in einem aktuellen Videoprojekt einiger Léon-Foucault-Gymnasiasten deutlich. Als die Elftklässler in dieser Woche mit riesiger Kameraausstattung durch das Lausitz-Center streiften und so nicht nur die Rundschau-Reporterin darauf aufmerksam wurde, musste sie gleich selber vor die Linse. Das Thema: "Hierbleiben oder weggehen?" Also durfte die Nachwuchs-Redakteurin sogleich ihre Heimatliebe bekunden und für die Ewigkeit festhalten. Und wie zu erfahren war, fielen die meisten Antworten der Hoyerswerdaer Akteure sehr positiv aus. Ein schönes Signal für die Stadt und den überraschten Nachwuchs! Das komplette Video soll übrigens nicht nur in der Schule präsentiert werden, sondern demnächst auch die Internetseite der Stadt Hoyerswerda schmücken.