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| 14:34 Uhr

Versuchter Brandanschlag auf Asylbewerberunterkunft

Notunterkunft in Hoyerswerda: Die Sporthalle in der Robert-Schumann-Straße.
Notunterkunft in Hoyerswerda: Die Sporthalle in der Robert-Schumann-Straße. FOTO: Bartholome
Hoyerswerda. Unbekannte Täter warfen in den Nachtstunden zum Mittwoch ein Behältnis mit brennbarer Flüssigkeit in Richtung der Notunterkunft für Asylbewerber in Hoyerswerda. Darüber informiert das operative Abwehrzentrum der Polizei. red/cw/dpa

Der Brandsatz erreichte das Objekt nicht, kam auf dem Pflaster der Straße zum Liegen und brannte dort aus. Ein Mitarbeiter des Wachdienstes konnte die Flammen löschen. Während der Tatzeit hielten sich 27 Personen verschiedener Nationalitäten im Objekt auf. Verletzt wurde niemand. "Wir verurteilen aufs Schärfste diese rassistisch motivierten Angriffe auf geflüchtete Menschen", meldet Pro Asyl über Facebook als erste Reaktion auf den versuchten Anschlag auf das Asylbewerberheim in Hoyerswerda. Das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei in Leipzig vermutet ein fremdenfeindliches Motiv.

Der Angriff weckt Erinnerungen an die Vorfälle von 1991, als es in Hoyerswerda zu ausländerfeindlichen Krawallen kam, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten.