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| 18:15 Uhr

Hoyerswerda
Vermehrt neonazistische Aktivitäten in Hoyerswerda

Hoyerswerda. Grüne haben Kleine Anfrage dazu im Landtag gestellt.

In der Stadt Hoyerswerda werden offenbar wieder verstärkt Aktivitäten neonazistischer Vereine registriert. Das geht aus der Antwort des Staatsministeriums des Innern auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Valentin Lippmann hervor.  Demnach gab es seit Ende 2015 mehrfach Veranstaltungen des seit 2015 bestehenden rechtsextremistischen Vereins „Deutschland muss leben“ in Hoyerswerda.

Nach Angaben von Innenminister Roland Wöller ist dieser Verein seitdem mit insgesamt acht Aktivitäten in Hoyerswerda in Erscheinung getreten. So fand im Mai 2016 eine Demonstration mit 60 Personen hauptsächlich aus der regionalen rechtsextremistischen Szene statt. Im Oktober 2016 und bereits im Juni 2017 erneut führte der Verein auch seine Jahreshauptversammlungen in Hoyerswerda durch. Für ein neonazistisches Konzert im März 2018 setzte der Verein auf eine Zusammenarbeit mit der Fußballfangruppierung „Black Devils“. Diese wird neuerdings aufgrund ihrer Kontakte zu rechtsextremistischen Musikgruppen ebenfalls diesem Spektrum zugerechnet. Grünen-Politiker Lippmann fordert: „Die Verantwortlichen in Stadt und Land dürfen dieser Entwicklung nicht länger zuschauen, sondern müssen handeln. Es braucht vor allem Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit“, fordert er.