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| 16:32 Uhr

Sicherer Schulweg
Josie kommt vorbildlich auf dem Kindersitz zur Schule

Josie wird von ihrer Mutter Nadine Schlenkrich zur Schule gefahren - natürlich auf dem Kindersitz.
Josie wird von ihrer Mutter Nadine Schlenkrich zur Schule gefahren - natürlich auf dem Kindersitz. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Die Verkehrswacht Hoyerswerda kontrolliert vor den Grundschulen, ob die Kinder sicher unterwegs sind. Auch das Tempo der Autos wird gemessen. Von Katrin Demczenko

Seit rund vier Wochen läuft das neue Schuljahr und den Weg in die Einrichtungen sollen die Kinder immer sicher zurücklegen können. Damit das gelingt, sind die Eltern in der Pflicht und alle Erwachsenen aufgerufen, in Schulnähe besonders vorsichtig Auto und Rad zu fahren.

Die Verkehrswacht Hoyerswerda schickt ganzjährig Helfer, die den Kindern beim Überqueren der Straßen vor Bildungseinrichtungen helfen und führt vor Grundschulen Sicherheitsaktionen durch.

Am Dienstag ist an der Schule „Am Park“ kontrolliert worden, ob die Mädchen und Jungen im Auto im Kindersitz und angeschnallt ankommen und ob sie mit Helm fahren, wenn sie ihr Rad für den Schulweg benutzen. Zu diesen Inhalten sind Flyer verteilt worden, um mehr Wissen in Sachen Verkehrssicherheit bei den Eltern zu verbreiten. Die Rücksichtsnahme von Passanten und Kraftfahrern auf Schüler sollte mit der Aktion auch verbessert werden, erklärt Verkehrwacht-Mitarbeiterin Anke Frenzel.

Mit dem Fahrrad kamen die Grundschüler an diesem Tag nicht zur Schule und Kindersitze wurden von den Eltern benutzt. „Manchmal gibt es dabei aber auch Verstöße“, war vom Verkehrswachtkontrollteam zu erfahren.

Für Nadine Schlenkrich ist das kein Thema, denn sie hat ihre Tochter Josie natürlich angeschnallt im Kindersitz zur Schule gebracht. Da die Familie in der Altstadt wohnt, wird der Schulweg auch mal gemeinsam mit dem Rad oder zu Fuß absolviert, sodass Josie Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln kann. „Ich fahre selbst Fahrrad und habe einen Helm“, erklärt die kleine Erstklässlerin.

Mit Radlern am Gehweg vor der Schule „Am Park“ hat der Vater eines Viertklässlers Probleme, der seinen Sohn mitunter begleitet. Oft würden Jugendliche und Erwachsene am Trottoir fahren und nicht einmal dann absteigen, wenn sich Kinder am Gehweg drängen, erzählt er. Wenn er den Falschfahrern dann etwas sagt, werde er angepöbelt und die Hoyerswerdaer Polizei, die von ihm informiert worden sei, kümmere er sich auch nicht um das Problem, schimpfte der erregte Bürger.

Währenddessen hatte die elektronische Messtafel der Verkehrswacht in der 30-Zone vor der Grundschule binnen einer Stunde die Geschwindigkeit von 103 Fahrzeugen festgestellt, die ein Mitarbeiter in eine Liste eintrug. 36 Kraftfahrer waren zu schnell, doch bei den meisten handelte es sich um eine Überschreitung von wenigen Kilometern pro Stunde. Zwei Autos erreichten knapp unter und über 40 km/h. „Das Messergebnis liegt im Rahmen“, schätzt Anke Frenzel ein. Die angezeigten Geschwindigkeiten sollen den Autofahrern ihr Verhalten aufzeigen und sie dazu bringen, sich immer rücksichtsvoll gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern zu verhalten.