| 01:04 Uhr

Verfahren zu tödlichem Müllofen-Unfall eingestellt

Lauta/Bautzen.. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bautzen gegen den Führer des Kranwagens, dessen Betonpumpen-Endschlauch im Juni des vergangenen Jahres auf der Baustelle der Müllverbrennungsanlage Lauta einen Arbeiter aus Laubusch erschlug, sind beendet.

Technisches Versagen schloss ein Gerichtsgutachten bereits vor Monaten aus. Das Verfahren gegen den Anlagenfahrer wegen fahrlässiger Tötung wurde gegen eine Geldauflage eingestellt, bestätigte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Claus Bogner, gestern.
Dem Bediener der Betonpumpe wie auch dem tödlich Verunfallten seien die Vorschriften der Arbeitssicherheit bekannt gewesen, betonte er. Die besagen eindeutig, dass sich bei Inbetriebnahme des Pumpenfahrzeuges im Umkreis von drei Metern des unmittelbaren Arbeitsbereiches keine Person aufhalten dürfe, erläuterte der Staatsanwalt. Da sich die technische Vorrichtung bereits in dem mit Beton zu verfüllenden Behälter befand, sei höchst unwahrscheinlich gewesen, dass sich der End-Schlauch noch verselbstständigen könnte. Das bestätigten Experten. Deshalb beurteilte die Staatsanwaltschaft Bautzen das Verschulden des Anlagen fahrers an dem Arbeitsunfall mit Todesfolge als relativ gering. (KaWe)