Von Sascha Klein

Es ist ein Plakat, das kaum jemand übersehen kann. Es steht an der Laubuscher Hauptstraße. Auf großen Lettern steht darauf „Wir kämpfen um den Erhalt unserer Halle.“ Absender ist der SV Laubusch. Es geht um die Sporthalle, die einige Meter weit davon entfernt steht – die Halle „Am Bad“. „Es muss etwas an der Halle gemacht werden“, sagt Erhard Petelka, der Präsident des SV Laubusch. Insoweit sind sich Verein und Stadtverwaltung Lauta einig.

Allerdings: Der SV Laubusch hat, je länger an der Halle nichts passiert, immer größere Bedenken. „Die Arbeiten werden immer weiter hinausgeschoben“, sagt Petelka. „Wir haben Bedenken, dass eine Sanierung am Ende gar nicht mehr kommt.“ Für den Verein wäre das ein Nackenschlag. „Dann hätten wir keine Trainingshalle mehr“, so der SVL-Präsident. Er hat die Sorge, dass spätestens mit dem Umzug der Grundschule vom Bad an den Markt – geplant ist das nicht vor 2021 – die Halle für die Stadtverwaltung keine Bedeutung mehr hat. Erhard Petelka glaubt nicht, dass der SV Laubusch bei einer Schließung der Laubuscher Halle genügend Trainingszeiten in der Sporthalle in Lauta bekommen würde. „Das wäre dann das Aus des Vereins“, sagt er und verweist auf das vielfältige Engagement des SVL außerhalb des Sports. „Wir machen doch viel mehr für den Ort“, betont er. Ohne die Sportler wäre ein Hexenbrennen, der Bergmannstag und der Weihnachtsmarkt kaum möglich.

In der Stadtverwaltung ist der Ruf des SV Laubusch nach einer Teilsanierung der Halle „Am Bad“ schon vor Monaten angekommen. Doch ganz so einfach ist die Sachlage laut Lautas Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) nicht. Im jüngsten Stadtrat hatte Lehmann betont, erst Ende 2018 sei der Stadtverwaltung bekannt geworden, dass sich in der Halle rund ein Jahr zuvor ein schwerer Sportunfall ereignet hat. Das sei ein ganz neuer Umstand. „Das zwingt uns zu einer Neubewertung“, so Lehmann kürzlich. Die Halle müsse teilweise instandgesetzt werden. Bis jetzt sind in den Haushaltsverhandlungen Mittel für das Parkett und eine Dachreparatur enthalten. Nach dem jetzt bekannt gewordenen Unfall müsse womöglich der komplette Prallschutz der Halle überprüft und eventuell erneuert werden.

Bis jetzt geht die Stadtverwaltung Lauta von Kosten von etwa 100 000 Euro aus. Bei einer entsprechenden Förderung blieb ein Eigenanteil in Höhe von 15 000 Euro. Wie SVL-Präsident Petelka betont, hat der Verein zugesagt, 5000 Euro dazuzugeben. Blieben für die Stadt noch 10 000 Euro Eigenmittel.

Doch die Gesamtlage sei deutlich komplizierter, so Bürgermeister Frank Lehmann auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Es geht um den Erhalt des Bestandschutzes der Halle und bestimmte Förderrichtlinien. In einigen Fällen drohen der Stadt höhere Eigenanteile. „Wir bekommen Fördermittel nur bewilligt mit einem tragfähigen Gesamtkonzept“, sagt Lehmann. Dazu gehöre jedoch, dass die Halle besser ausgelastet wird. „Ich verstehe, dass bei diesem Thema bei vielen Menschen in Laubusch das Herz daran hängt“, sagt Frank Lehmann. Es sei jedoch weiterhin offen, was mit der Halle passiert – erst recht nach dem bekannt gewordenen Unfall.

SVL-Präsident Erhard Petelka bietet indes schon einmal fachliche Hilfe an. „Falls der Prallschutz erneuert werden muss, haben wir Fachleute im Verein, die helfen würden. Die bauen ganze Hallen.“