Strukturwandel und Klimakatastrophe, Inflation und Energiekrise, Pandemie und Flüchtlingswelle – viele große Herausforderungen sind aktuell alle zeitgleich zu lösen. Viele Menschen fühlen sich zu diesen Krisenlagen nicht ausreichend informiert, sind verunsichert und überfordert.

Neues Angebot für aktuellen Disput in Hoyerswerda

Die Volkshochschule Hoyerswerda möchte gegen Verunsicherung und Orientierungslosigkeit ein neues Angebot für den aktuellen Disput in der Stadt Hoyerswerda machen. Mit einer neuen Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Schlossgespräche“ sollen hochbrisante, zeitgenössische Themen aufgegriffen werden.
„Es geht um die Darstellung von Zusammenhängen durch ausgewiesene Experten – aber in erster Linie auch um ehrlichen Disput und Diskussion“, sagt Anna-Maria Bulang. Sie leitet an der Volkshochschule Hoyerswerda den Fachbereich Politische Bildung. „Wir wollen in den Veranstaltungen ganz bewusst auch mal andere Perspektiven einnehmen, und wir glauben, viele Menschen sehnen sich nach solchem Gedankenaustausch“, ergänzt sie.
Zunächst sind für die Monate September bis November insgesamt fünf Veranstaltungen vorgesehen, die an einem zentralen Ort stattfinden sollen: jeweils ab 19 Uhr im Saal des Schlosses Hoyerswerda. Gestartet wird die Reihe am Mittwoch, 7. September, mit einem kontroversen Gespräch unter dem Titel „Heimat, Wut und Trauma – Was ist mit den Sachsen los?“ Dabei kommen der Kommunikationspsychologe und Buchautor Jörg Heidig und der Politikwissenschaftler Christoph Meißelbach erst miteinander und dann mit dem Publikum ins Gespräch über Montagsproteste und die Grenzen der Demokratie.

Lausitzstudie im Fokus und nachhaltiges Reisen

Weitere „Schlossgespräche“ widmen sich dem Strukturwandel in der Lausitz und der sogenannten „Lausitzstudie“, einem Langzeitmonitor zum Meinungsbild der Lausitzer im Zuge des Kohleausstiegs (14. September) sowie dem Ukraine-Krieg als Putins Versuch, die Weltordnung zu verändern (13. Oktober).
Über seine Jugend in der DDR und zur Wendezeit berichtet der Hoyerswerdaer Pfarrer Peter Paul Gregor unter dem Titel „Eine Kerze, eine Hoffnung, ein (Um)Bruch“ (4. Oktober). Das letzte „Schlossgespräch“ widmet sich einem neuen Trend: „Nachhaltig reisen – wie, mit wem und wohin? André Matthes, Professor an der TU Chemnitz, berichtet von seinen eigenen Erfahrungen und gibt Tipps (7. November).
Alle „Schlossgespräche“ sind kostenfrei.