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| 02:39 Uhr

VBH setzt weiter auf die Fernwärme

Hoyerswerda. Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) werden die preisgünstige Fernwärme auch zukünftig als feste Größe in ihrem Energiemix ausbauen. Das bestätigte VBH-Geschäftsführer Steffen Grigas. Catrin Würz

"Wir sind weiter im Gespräch mit den großen Vermietern und denken über den Fernwärme-Anschluss von Wohnungen am Elsterbogen, Schulplatz und Am Bahndamm nach", erklärte er.

Allerdings sei so eine Entscheidung heute nicht mehr so leicht zu treffen, wie noch vor Jahren, als die gesamte Neustadt mit der vom Kraftwerk Schwarze Pumpe gelieferten Fernwärme versorgt wurde. Wegen des großflächigen Abrisses von Wohnhäusern ist das Leitungsnetz ebenfalls verkleinert und löchriger geworden. "Deshalb rechnet sich eine Neuerschließung mit Fernwärme nicht in jedem Fall. Zudem entwickelt sich der Gaspreis momentan so, dass der Preisvorteil der Fernwärme weiter schrumpft", so Grigas. Es werde demzufolge kein großes Rollout zum Fernwärme-Thema geben.

Die VBH haben derzeit einen Fernwärme-Liefervertrag mit Vattenfall bis zum Jahr 2022 abgeschlossen - mit einer Verlängerungsoption für drei weitere Jahre. Die VBH sehen die Fernwärme jedoch für eine deutlich längere Zeit bis über 2030 hinaus als konkurrenzfähige Heizungsart. Auch Überlegungen zur Eigenproduktion von Fernwärme durch die VBH wurden bereits ins Kalkül gezogen.