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| 02:46 Uhr

VBH behält seinen Großkunden Yados

Olaf Besser (l.) von Yados und VBH-Geschäftsführer Steffen Grigas haben den neuen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnet.
Olaf Besser (l.) von Yados und VBH-Geschäftsführer Steffen Grigas haben den neuen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnet. FOTO: Sascha Klein
Hoyerswerda. Der Hoyerswerdaer Heizsysteme-Hersteller Yados bleibt für weitere drei Jahre Strom- und Gaskunde bei den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda (VBH). Damit hat sich VBH-Geschäftsführer Steffen Grigas einen der großen Geschäftskunden der Region gesichert. Sascha Klein

Yados verbraucht nach VBH-Angaben in einem Jahr so viel Strom wie 120 Haushalte in drei Jahren und so viel Gas wie 35 Einfamilienhäuser in drei Jahren. Für das Hoyerswerdaer Energieunternehmen ist Yados einer der großen Geschäftskunden in der Region. Nähere Angaben zu weiteren Großkunden will Grigas nicht machen. Er betont nur: "Wir haben gute Chancen und gute Verträge." Bei einigen Unternehmen beißt die VBH jedoch auf Granit: Bei Lebensmittel-Ketten und Filialen von großen Unternehmen habe der regionale Anbieter keine Chance.

Eine große Chance zu expandieren sieht Steffen Grigas in den kommenden Jahren außerhalb der Kernstadt Hoyerswerda. Die VBH hat zu Beginn des Jahres die Stromnetze in Bröthen/Michalken, Dörgenhausen, Knappenrode, Schwarzkollm und Zeißig übernommen. Dort sei Konkurrent EnviaM zurzeit noch "Platzhirsch" bei den Kunden, wie Grigas sagt. Dort will er gegen das Chemnitzer Unternehmen antreten und Kunden für die VBH gewinnen. Ebenso streckt die VBH ihre Fühler Richtung Elsterheide aus. Die Stromkonzession für die Gemeinde werde ab 2016 neu vergeben. Die Hoyerswerdaer haben sich laut Grigas beworben.

Für die Hoyerswerdaer Altstadt spiele auch der Ausbau der Fernwärme eine Rolle: 15 Objekte seien in diesem Jahr angeschlossen worden, unter anderem das Bürgerzentrum an der Braugasse, das neue Appartementhaus an der Mühle und die Bauten an der Teschenstraße. Weitere könnten folgen.

Trotz der Diskussionen um einen Verkauf der Lausitzer Vattenfall-Kraftwerke und -Tagebaue hat Grigas keine Sorge um die langfristige Wärmeerzeugung in Schwarze Pumpe. Selbst für die Zeit nach der Braunkohle hat der VBH-Geschäftsführer eine dezentrale Lösung für Hoyerswerda im Blick. Einen Vorgeschmack auf ein solches Szenario gibt es schon im Dezember. Dann soll ein neues Blockheizkraftwerk aus Yados-Produktion im Nardter VBH-Klärwerk in Betrieb gehen.