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| 17:15 Uhr

Panzertransport bei Salzenforst
Panzer werden auf dem Autobahnrastplatz umgeladen

US-Panzer auf der A4 gestoppt FOTO: Von Christian Essler
Bautzen. Am Dienstag stoppte die Polizei bei Görlitz einen mit sechs Panzern beladenen Schwerlasttransport, weil die Auflieger zu breit und zu schwer beladen waren. Seit Donnerstag könnte die Reise für das polnische Transportunternehmen nun weitergehen. Von Josephine Japke

Auf dem Parkplatz der Autobahnrastanlage Oberlausitz-Nord bei Salzenforst hat ein polnisches Transportunternehmen am Donnerstagvormittag unter Beisein der US-Armee damit begonnen, sechs Panzerhaubitzen vom Typ M109 auf geeignete Schwerlasttransporte umzuladen.

Wie die RUNDSCHAU berichtete, war der Tross am Dienstag gestoppt worden, weil die Auflieger verschiedenste Mängel aufwiesen. Allesamt waren für die Abmaße und das Gewicht der geladenen – selbstverständlich nicht aufmunitionierten – Artilleriesysteme ungeeignet. „Eine Wägung ergab, dass die Fahrzeuge unterschiedlichen Typs bis zu 16 Tonnen überladen waren und die Fracht mit 3,18 Metern breiter als zulässig war“, erläutert Polizei-Sprecher Thomas Knaup.

Außerdem fehlten die erforderlichen Transportgenehmigungen und Begleitfahrzeuge für die überbreiten Schwerlasttransporter. Da auch die Lenk- und Ruhezeiten einiger der sechs Fernfahrer überschritten waren, untersagten die Verkehrspolizisten dem Transporteur am Dienstag schließlich die Weiterreise, bis die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Im Beisein von Angehörigen der US-Armee und beratenden Beamten der Verkehrspolizeiinspektion begann der polnische Unternehmer am Donnerstag seine Fracht umzuladen. Alle weiteren Auflagen sollten ebenfalls am selben Tag erfüllt werden. Sobald dies der Fall ist, wird die Polizei abermals die Verkehrssicherheit des Transports überprüfen und dem Konvoi im Erfolgsfall die Weiterfahrt gestatten. Die sechs Artilleriesysteme sollten im Auftrag der US-Armee nach Bayern zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr überführt werden.

Über die Ahndung der ursprünglich festgestellten Ordnungswidrigkeiten wird die Bußgeldstelle der Landesdirektion entscheiden. Dazu werden die entsprechenden Ordnungswidrigkeitenverfahren in den kommenden Wochen der Behörde übergeben.