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| 18:06 Uhr

Angeblicher Tweet des US-Präsidenten
US-Militär-Unfall auf der A4 ein Fall für Donald Trump?

 Der havarierte US-Konvoi auf der A4.
Der havarierte US-Konvoi auf der A4. FOTO: Essler Christian
Pulsnitz. Der Unfall eines US-Militär-Konvois hat am Montagnachmittag für lange Staus auf der A4 gesorgt. Damit nicht genug. Nun hat sich angeblich auch US-Präsident Trump via Twitter an die Retter in Ostsachsen gewandt. Von Bodo Baumert

Ein Sattelschlepper der US-Armee ist am Montag auf der A4 bei Pulsnitz in die Leitplanke geprallt. Er verkeilte sich dort und blockierte den Standstreifen und die rechte Fahrspur. Die Folge: ein langer Stau und ein Rettungseinsatz für die umliegenden Feuerwehren. Denn zwei Soldaten hatten sich bei dem Unfall verletzt.

Nur wenige Stunden nach dem Einsatz tauchte am Montagabend bei WhatsApp ein Screenshot auf, der offenbar aus dem Netzwerk Twitter stammt. Darin meldet sich US-Präsident Donald Trump höchst selbst zu Wort. Er dankt in seinem bekannt schwülstigen Schreibstil den „Crazy Guys“ der Feuerwehr Leppersdorf „for saving my army guys“. Beim nächsten Mal sollten sie allerdings scharfe Sägen benutzen, heißt es weiter.

 Der angebliche Tweet des US-Präsidenten.
Der angebliche Tweet des US-Präsidenten. FOTO: Christian Essler

Hat Trump tatsächlich einen Tweet zu Ostsachsen abgesetzt? Zuzutrauen wäre es ihm. Der Screenshot stellt sich aber schnell als Fälschung heraus. Ein Mitglied der beteiligten Wehren erlaubte sich den Spaß, die Grafik am PC zu erstellen und so seine Kameraden reinzulegen. „Diese nahmen die Aktion mit Humor“, berichtet Blaulichtreporter Christian Essler.

Der verunfallte Sattelschlepper war übrigens Teil eines 25 Fahrzeuge umfassenden Konvois. Derzeit verlegt die US-Armee eine Panzerbrigade von Antwerpen nach Osteuropa, teils auf der Schiene, teils über die Straße. Die Truppen sind Teil des Programms „Atlantic Resolve“ zur Unterstützung der osteuropäischen Nato-Staaten. Die US-Truppen werden alle neun Monate ausgetauscht. Die bisher in Polen eingesetzten Truppen werden zurück in die USA verlegt. Parallel finden Truppenverlegungen zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr statt.