Nach dem gewaltsamen Tod einer 75-Jährigen in Dresden fahndet die Polizei nach dem verdächtigen Nachbarn der Frau. „Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen durchsuchen Beamte im Zusammenwirken mit Spezialkräften aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, der sächsischen Polizei sowie der Bundespolizei seit den Morgenstunden ein Waldgebiet bei Königsbrück. Dabei kommt auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz“, teilte die Polizei am Morgen mit.

Die eingesetzten Spezialkräfte – insgesamt rund 200 Beamte – haben den Mann mittlerweile lokalisiert. Er hat sich in einer ehemaligen Kaserne verschanzt.

Am Nachmittag bestätigte die Polizei via Twitter, dass es zu Schusswechseln gekommen ist: „Er konnte lokalisiert werden, nachdem er mehrfach auf unsere Einsatzfahrzeuge geschossen hatte.“ Wie Polizeisprecher Thomas Geithner weiter berichtet, hat sich der Verdächtige in einer ehemaligen Kaserne verschanzt. Polizeikräfte haben begonnen, das Gebäude Stockwerk für Stockwerk zu sichern. „Die Situation ist weiterhin extrem gefährlich! Der Täter hat aktuell durch Schussabgabe einen unserer Kollegen verletzt“, berichtet die Polizei via Twitter. Der Polizist hat offenbar eine Schussverletzung am Arm erlitten.

Am späten Nachmittag bestätigte die Polizei eine weitere Verletzung. Ein Polizeihund sei getroffen worden. „Bei einem Zugriffsversuch eröffnete der Tatverdächtige das Feuer und traf unseren Diensthund.“

Gesucht wird der 33-Jährige wegen Mordverdachts. Beamte hatten die Seniorin am Samstag mit mehreren Stichverletzungen tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Unter Tatverdacht steht ein Nachbar, der wenige Tage vor der Tat im Alkoholrausch in seiner Wohnung randaliert hatte. Die Beamten stellten mehrere Schusswaffen in der Wohnung des 33-Jährigen sicher.

(mit dpa)