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| 17:06 Uhr

Neue Kunstausstellung in Hoyerswerda
Ungewöhnliche Strukturen

 Mona Höke und Frank Zimmermann betrachten einige Werke nach der Ausstellungseröffnung in der Kufa Hoyerswerda. Sie sind alle samt in verschiedenen Kunsttechniken gefertigt.
Mona Höke und Frank Zimmermann betrachten einige Werke nach der Ausstellungseröffnung in der Kufa Hoyerswerda. Sie sind alle samt in verschiedenen Kunsttechniken gefertigt. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Monika Höke aus Cottbus zeigt in der Hoyerswerdaer Kufa ihre Arbeiten mit dem Titel „Dialog“. Von Katrin Demczenko

Noch bis zum Mai diesen Jahres sind in der Kulturfabrik Hoyerswerda (Kufa) Malereien und Grafiken der Cottbusserin Mona Höke zu sehen. „Dialog“ heißt diese neue Kunstraum-Ausstellung, die wieder einmal Michael Kruscha kuratiert hat.

Er erklärte in seiner Laudatio, dass in Hökes großformatigen Arbeiten auf Leinwand und den kleinformatigen auf Papier meist eine Beziehung zwischen geschriebenen Buchstaben, kalligrafischen Elementen, Textfragmenten und gemalten Objekten besteht. Allerdings hat die Künstlerin ihren Weg zur abstrakten Malerei autodidaktisch gefunden, wobei der Cottbusser Maler Hans Scheuerecker ihr Mentor gewesen war und sie einige Zeit in der Berliner Künstlerszene am Prenzlauer Berg lebte. Sie macht keine Skizzen und entwickelt experimentell ihre eigene Farben- und Formensprache.

Mehrfaches Übereinandersetzen verschiedener künstlerischer Techniken entdeckt während der Eröffnung etwa die Kunstlehrerin am Foucault-Gymnasium Hoyerswerda Ines Lenke in den Bildern und konstatiert, dass auf diese Weise ungewöhnliche Strukturen entstehen. Die gewählten Farben und Formen und deren Anordnung erzeugen besondere Spannungsfelder, auf die sich der Betrachter einlassen muss, sind sich die Experten beim Anschauen der Werke sicher.

Mona Höke, die seit dem Jahr 2000 freiberuflich arbeitet, gestaltet in ihren Werken oft jene Welt, die sie unsichtbar in sich trägt. Lebensfragen, auf welche die Künstlerin Antworten sucht oder Erlebnisse inspirieren sie zu künstlerischem Tun. In einer ihrer ersten Blattfolgen hat sie zu Hermann Fürst von Pückler-Muskau gearbeitet und sich natürlich auch Schloss und Park Branitz angesehen. Orientalische Ornamentik erinnert in diesen Arbeiten an jene Orte, die der Fürst auf seinen jahrelangen Reisen durch den Orient und den Norden Afrikas erreicht hat. Wenn Mona Höke durch Texte oder Gedichte befreundeter Autoren zum Nachdenken kommt, ist ihre bildnerische Antwort darauf keine bloße Illustration, erklärt sie. Vielmehr würde sie sich ihre eigene Meinung erarbeiten und setzt diese künstlerisch um, wie die eindrucksvollen Siebdrucke im Erdgeschoss der Hoyerswerdaer KuFa beweisen.

Einer der vielen Besucher der Vernissage, die der Saxophonist Lu Schulz mit frischen jazzigen Klängen gestaltet hat, war Gerhard Walter aus Hoyerswerda. Er fand es spannend, in den Malereien und Grafiken nach versteckten Botschaften zu suchen. Wobei diese zu entschlüsseln wohl alles andere als einfach ist. Evelin Prüger wollte die Bilder dagegen einfach in Ruhe genießen und hat sich dazu noch keine abschließende Meinung gebildet, wie sie verrät.

Neue Kunstausstellung der Cottbuser Malerin in Hoyerswerda ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr bis zum 6. Mai zu sehen.

 Mona Höke und Frank Zimmermann betrachten einige Werke nach der Ausstellungseröffnung in der Kufa Hoyerswerda. Sie sind alle samt in verschiedenen Kunsttechniken gefertigt.
Mona Höke und Frank Zimmermann betrachten einige Werke nach der Ausstellungseröffnung in der Kufa Hoyerswerda. Sie sind alle samt in verschiedenen Kunsttechniken gefertigt. FOTO: Katrin Demczenko