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| 02:41 Uhr

Ungeduld auch Triebkraft am Partwitzer See

Elsterheide/Klein Partwitz. Die Ungeduld ist eine Triebkraft. Das bestätigt Elsterheide-Bürgermeister Dietmar Koark (CDU) auch mit Blick auf den Partwitzer See. Kathleen Weser

Dem verpassen die Sanierer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) derzeit die erste Kalk-Kur. Der bis vor Kurzem noch quietsch-saure See wird rasant neutralisiert. Anfang des nächsten Jahres soll der pH-Wert den angestrebten Wert um 6 haben. "Derzeit ist das realistisch", schätzt Dietmar Koark ein. Die Messdaten verfolgt er stetig. Denn neutrales Wasser ist "eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Barbarakanal endlich geöffnet werden kann", erklärt er weiter - auch voll spürbarer Ungeduld.

Vor allem private Investoren stehen an diesem See in der Warteschleife. Der Schub für die Entwicklung aber ist spürbar. Für das Gut Scado, die Ferienhaussiedlung eines Dresdener Investors nahe des schiffbaren Wasserweges in den Neuwieser See (Überleiter 6), wird der Baustart für das nächste Jahr realistisch. Die Energieversorgung für den Standort ist gegeben. Der Trinkwasseranschluss kommt im Herbst. Erste Bauanträge sind in den Amtsstuben eingereicht.

Der Weg in den Neuwieser See wird erst um das Jahr 2020 frei. Denn mehrere schiffbare Verbindungen sind noch zu bauen, um die avisierte Seenkette zu vervollkommnen. "Die Dimension der Aufgabe ist gewaltig. Das wird immer wieder vergessen", sagt Dietmar Koark. Dafür, dass finanziell und materiell nicht alles zeitgleich zu stemmen ist, mahnt er auch im Interesse der Gemeinde Elsterheide immer wieder Geduld an. "Der Partwitzer See startet jetzt in die erfreuliche Entwicklung, die wir vor zehn Jahren beginnend am Geierswalder See erlebt haben", zeigt sich das Gemeindeoberhaupt der Elsterheide sicher.

Dafür wird auch in der Bergener Verwaltung hart geackert. Der Bebauungsplan für das Projekt Aqua Terra Lausitz ist in Arbeit. Ferienhäuser, ein kleines Hotel, Camping- und Caravanplätze und die Marina, ein privater Hafenbau mit dem Fahrgastschiffsanleger der öffentlichen Hand, sollen entstehen. Der Elsterheide-Chef setzt auf "einen gesunden Mix öffentlichen, privaten und Engagements von Vereinen" für die neuen Seen. "Wir brauchen viele Standbeine. So bleiben wir standhaft, wenn eines mal schwächelt", beschreibt Dietmar Koark die Philosophie.

Auch für das Segelsportzentrum am Partwitzer See werden übrigens derzeit die planerischen Voraussetzungen geschaffen. Ein Antrag auf eine Sportförderung aus dem sächsischen Landestopf für ein Bootshaus soll von den neu angesiedelten Nutzern gestellt werden. Möglichst in diesem Herbst.