Weil seine Frau schon im Krankenhaus lag, hatte das Ehepaar ausgemacht, dass sie ihn anruft, wenn es denn losgeht. Denn schließlich wollen moderne Väter bei der Geburt dabei sein. Morgens um sechs dann der lang ersehnte Anruf: Das Kind ist im Anmarsch. Gänzlich unbesorgt und auf einen langen, anstrengenden Tag im Kreissaal eingestellt, gönnte sich der junge Mann noch ein kleines Frühstück, um dann mit typisch männlicher Gelassenheit aufzubrechen. Kurz vor dem Krankenhaus ein Anruf der Hebamme: Allerhöchste Eisenbahn. Die Geburt stehe unmittelbar bevor. Wo denn der Vater bleibe - schließlich wolle er doch wohl die Geburt seiner Tochter miterleben. Nun war es schlagartig vorbei mit der Gelassenheit - der junge Mann rannte. Und kam gerade noch rechtzeitig. Wie man hörte, gelobte er Besserung. Beim nächsten Mal will er auf das Frühstücksei verzichten.