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| 16:32 Uhr

Hochwasserschutz
Umbau der Spree wird in Bautzen fortgesetzt

Bautzen. Buhnen verringern die Strömung. Unterschiedliche Wassertiefen bieten Fischen neue Lebensräume.

An der Spree in Bautzen hat die Landestalsperrenverwaltung (LTV) begonnen unterhalb des Gerberwehrs Buhnen einzubauen und die alten Ufermauern zu sichern. Damit wird der Spreebogen nach dem Abriss zweier Wehre im vergangenen Jahr weiter aufgewertet. Das gesamte Projekt soll im Sommer 2018 abgeschlossen sein. Es wird vom Freistaat Sachsen finanziert und kostet rund 650 000 Euro, wie die LTV mitteilt.

Um die Gewässerströmung unterhalb des Gerberwehrs zu reduzieren, werden zwei Schneckenbuhnen eingebaut. Diese sind gebogen und bestehen aus Natursteinen. Sie werden so eingesetzt, dass sie ständig überströmt werden. Dadurch entstehen unterschiedliche Wassertiefen, die Fischen und anderen Wasserlebewesen neue Lebensräume bieten.

Außerdem werden die noch bestehenden alten Ufermauern am Mauerfuß mit Wasserbausteinen gesichert. Als Ausgleich für den gesamten Eingriff werden am linken Flussufer mehrere Bäume, darunter Esche, Bergahorn, Traubenkirsche, Silberweide und Schwarzerle, gepflanzt.

Seit Mai 2017 wird ein Abschnitt der Spree in Bautzen umgebaut und damit im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ökologisch aufgewertet, erklärt die LTV weiter. Bislang wurden dafür zwei funktionslose Querbauwerke abgerissen und durch ein naturnahes Raugerinne ersetzt. Der Bereich ist damit für Wassertiere frei passierbar. Außerdem wurde ein Teil der Ufermauern in Böschungen umgewandelt. Mit dem jetzt begonnenen Einbau von Buhnen und den Ausgleichspflanzungen wird das Projekt abgeschlossen.

(red/dh)