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| 13:40 Uhr

Objekt Extrem
Umbau der Energiefabrik Knappenrode liegt im Plan

 Die neue Museumspädagogin Maria Schöne steht in der künftigen Dauerausstellung, der neue Zwischenwände Struktur geben.
Die neue Museumspädagogin Maria Schöne steht in der künftigen Dauerausstellung, der neue Zwischenwände Struktur geben. FOTO: Katrin Demczenko
Knappenrode. Vor einem Jahr hat der Landkreis Bautzen den Umbau der bisher fast ungenutzten Fabrik 3 erteilt. Erste Ergebnisse sind nun sichtbar. Von Katrin Demczenko

Die Maßnahme gehört zum „Objekt Extrem – städtebauliche und denkmalgerechte Standortstärkung der Brikettfabrik Knappenrode“. Die neue Werminghoffstraße führt bis vor das ehemalige Motorenlager, das ab Sommer 2020 Museumseingang mit moderner Besucher- sowie Touristeninformation wird. Der Aufzugsschacht bis aufs Dach der ehemaligen Brikettfabrik ist eingebaut, und die Aussichtsplattform „LausitzBlick“ in 37 Metern Höhe im Rohbau fertig, sagt die Museumsleiterin Kirstin Zinke. So wird das „national bedeutsame Industriedenkmal“ barrierefrei zugänglich. Von der Jahreszeit unabhängig können Gäste den Wandel der Region von oben entdecken. Nach Vorgabe der unteren Denkmalschutzbehörde bleiben Anzahl und Aussehen der Fenster des backsteinernen Industriebaus erhalten. Nur wo in der Fabrik 3 neue Ausstellungs- und Depoträume, die museumseigene Werkstatt sowie der Arbeitsbereich für die Mitarbeiter entstehen, werden moderne Fenster eingesetzt. Diese sind den alten in der Form nachempfunden und haben dieselbe Größe.

Fleißige Maurer tauschen jetzt punktuell verschlissene Backsteine gegen neue aus. Es laufen der Einbau einer modernen Heizungsanlage und der Elektroinstallation, sagt Frank Oswald, Leiter dieses Großprojekts beim Landratsamt Bautzen. Insgesamt liegt der Museumsumbau im Zeitplan. Auch die Belange der unteren Naturschutzbehörde werden umgesetzt, denn an der Fassade und im Keller des Gebäudes wurden Fledermausnistkästen angebracht.

Im Erdgeschoss wird ein Depot mit Hebelschubanlage und Schwerlastregalen geschaffen, das das derzeit genutzte in der alten Lehrwerkstatt ablöst, erzählt Museumspädagogin Maria Schöne, die erst seit zwei Monaten in der Energiefabrik arbeitet. Handwerker verlegen, wo es nötig ist, neue Estrichböden, und einige Zwischenwände unterteilen bisher große Räume in kleinere. So entstehen Büros und Sanitärräume. Auch die neu zu konzipierende Dauerausstellung erhält auf diese Weise maßgeschneiderte Räumlichkeiten, in denen der Aufbau und die Entwicklung der Brikettfabrik sowie der Werksiedlung Werminghoff/Knappenrode und die Wandlungen in der Lausitz dargestellt werden.

 Die neue Museumspädagogin Maria Schöne steht in der künftigen Dauerausstellung, der neue Zwischenwände Struktur geben.
Die neue Museumspädagogin Maria Schöne steht in der künftigen Dauerausstellung, der neue Zwischenwände Struktur geben. FOTO: Katrin Demczenko