| 01:03 Uhr

Ultimatum für die Bundesstraße

Hoyerswerda.. Die Straßenbauer stehen in den Startlöchern – und warten. Denn erst wenn das Dresdner Regierungspräsidium (RP) grünes Licht gibt, kann der eigentliche Neubau der Bundesstraße 97 zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe beginnen.


Die Vorbereitungsarbeiten dafür laufen freilich bereits seit Monaten auf Hochtouren. Der knapp 900 Meter lange Abschnitt direkt an der Tagebaugrenze musste mit Hilfe des Rütteldruckverfahrens erst einmal gesichert werden. Gas- und Wasserleitungen brauchen ebenfalls einen neuen Platz. Schließlich wären sie genauso wie die Bundesstraße vom ansteigenden Grundwasser gefährdet. Eine Folge der Flutung der Tagebaurestseen in der Nachbarschaft. In wenigen Monaten droht hier Land unter.
Aus diesem Grund würden auch die Straßenbauer lieber heute als morgen mit ihrer Arbeit beginnen. Allerdings gibt es noch einige Ungereimtheiten. So haben das Meißner Straßenbauamt und das Regierungspräsidium in einigen Punkten konträre Auffassungen. „Nicht geklärt ist zum Beispiel, wie die Zufahrt zum Reiterhof Terra Nova neu geregelt wird“ , erklärt Dirk Röder, Abteilungsleiter Planung bei der Meißner Behörde.
Spätestens im September, so RP-Sprecherin Carmen Günther gestern auf Anfrage, soll der Planfeststellungsbeschluss vorliegen. „Uns ist bekannt, dass hier die Zeit drängt.“
Noch sieht auch Röder das Projekt im abgesteckten Zeitkorridor. Großen Verzug könne man sich aber nicht mehr leisten. Spätestens am 30. Juni 2004 muss die neue Straße fertig sein. „Dann“ , so Röder, „wird die jetzige Bundesstraße für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt.“ (sh)