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| 02:43 Uhr

Überraschender Geldsegen für Zoo

Riesenfreude bei Zooleiter Eugène Bruins. Mit der beträchtlichen Spende einer Hoyerswerdaerin rückt die neue Afrika-Savanne ein Stück näher.
Riesenfreude bei Zooleiter Eugène Bruins. Mit der beträchtlichen Spende einer Hoyerswerdaerin rückt die neue Afrika-Savanne ein Stück näher. FOTO: Hummel
Hoyerswerda. Als sich eine Hoyerswerdaer Seniorin vor einiger Zeit bei einem Zoorundgang mit Leiter Eugène Bruins über anstehende Projekte informierte, ahnte noch niemand, welche Pläne die Dame hatte. "Wir wussten schon, dass sie etwas spenden möchte", erzählt der äußerst glückliche Zooleiter heute, "aber nicht wieviel. Anja Hummel und Catrin Würz

" Und so staunte eine Mitarbeiterin der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH nicht schlecht, als sie am vergangenen Freitag beim routinemäßigen Abruf des Zookontostandes auf eine Spende im deutlich sechsstelligen Bereich stieß. Damit ist es eine der größten Spenden, die der Zoo jemals von einer einzelnen Privatperson erhalten hat. Zoochef Bruins erreichte die frohe Botschaft am Telefon. "Ich dachte im ersten Moment, dass wir die Dame wohl sehr gut bei uns empfangen haben müssen", scherzt der 48-Jährige.

Die überraschende Großspende ist zweckgebunden für den Bau der neuen Afrika-Savanne und werde selbstverständlich auch in voller Höhe in die Umsetzung dieses Projektes fließen, bestätigt ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber.

Bei der großzügigen Spenderin handelt es sich um eine Seniorin aus Hoyerswerda, die allerdings anonym bleiben möchte. Die Freude im Zoo über diesen unerwarteten Geldsegen ist jedenfalls riesig. Sofort nach Bekanntwerden der Spende eilten Geschäftsführer Arthur Kusber und Zoochef Eugène Bruins zu der Dame und bedankten sich mit einem prächtigen Blumenstrauß bei ihr. Man habe mit der Spenderin vereinbart, einen gemeinsamen Zoorundgang zu organisieren, sobald es wärmer wird.

"Die Spenden einzelner Personen können als unglaublicher Schub wirken", stellt Arthur Kusber fest. Schon einmal hatte das Vermächtnis einer Hoyerswerdaerin Großes im Zoo bewirkt. Die Stifterin Else Schulz ermöglichte einst mit ihrer ebenfalls sechsstelligen Geldspende die Errichtung der nach ihr benannten Bärenanlage. "Ihr Beispiel zeigt, wie einzelne Personen über Jahrzehnte und über das eigene Leben hinaus den Zoo prägen und bereichern können", so Kusber. Ein ähnliches Beispiel sei der im Oktober 2016 eingeweihte Kräutergarten inklusive eines neuen Barfußpfades, welcher komplett durch eine Privatspende finanziert wurde.

Die künftige Afrika-Savanne wird mit etwa 3000 Quadratmetern die größte Anlage des gesamten Zoos werden und sich von der heutigen Zebraanlage bis zum Gibbonhaus erstrecken. Diese Anlage stellt das Herzstück der Neugestaltung des Zoos dar und wird das Erscheinungsbild des gesamten Zoos prägen. "Der Bau bedeutet mehr Platz für die Tiere. Außerdem kommen neue Arten hinzu", kündigt Eugène Bruins an. So soll sich zu den Rappenantilopen eine weitere Antilopenart gesellen. Zwar war die Spende der anonymen Hoyerswerdaerin ein enormer Anschub für das Projekt. Dennoch sind Fördermittel in weiterhin sechsstelliger Höhe notwendig. "Jede weitere kleine oder große Spende würde helfen, das Projekt zu verwirklichen", so Bruins, der ab 2018 mit dem Baustart für die Afrika-Savanne rechnet. Dort sollen dann neben Zebras und Antilopen unter anderem auch Wüstenfüchse und Servale wohnen.

Spenden für den Zoo sind unter dem Verwendungszweck "Afrika-Savanne" auf das Konto IBAN: DE89 8505 0300 31003327 75 möglich;Tel. Kontakt: 03571 / 4763700