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| 01:02 Uhr

Überraschender Ausgang im Derby

Das mit Spannung erwartete Regionalderby zwischen der TSG Bernsdorf und Lok Hoyerswerda nahm einen unerwarteten Ausgang. Nicht die favorisierten Gastgeber gaben den Ton an, sondern die noch in dieser Saison sieglosen Hoyerswerdaer Eisenbahner.


Zwar setzte das Bernsdorfer Anfangsduo mit Roland Ronge und Lutz Haarig lange die Akzente, aber Dirk Holweg und Angelo Krüger blieben drei Bahnen lang auf Tuchfühlung. Was die Gastgeber dann auf den letzten 50 Wurf boten, wird zu analysieren sein. Der bis dahin im Soll spielende Roland Ronge kam völlig von seiner spielerischen Linie ab, bot eine desolate Leistung und kam mit 763 Kegel von der Bahn. Dies nutzte der routinierte Dirk Holweg resolut aus und steigerte sich mit 827 Kegel enorm.
Da Angelo Krüger nun auch selbstbewusster agierte und auftrumpfte, was seine überraschenden 829 Kegel bewiesen, spielten sich die Eisenbahner einen Vorsprung heraus, der im Nachhinein eigentlich schon die Vorentscheidung im Spiel bedeutete. Sein Kontrahent Lutz Haarig behielt nicht seine spielerisch Linie bei, brachte es aber noch auf 818 Kegel, was für ihn eine Enttäuschung bedeutete.
Dieter Rudolf, der die spätere Tagesbestleistung mit 871 Kegel erzielte, war wohl der Einzige bei den Gastgebern, dem eine gute spielerische Verfassung zu bestätigen ist. Sein Duell mit Jörg Meißner, der auf 868 Kegel kam, war für die beidseitig vielen Fans in der vollbesetzten Halle das i-Tüpfelchen der Partie.
Thomas Belau hätte für die Gastgeber den Anschluss schaffen können, doch da wirkte sein Spiel viel zu unausgeglichen und unruhig, was die mageren 817 Kegel bestätigten. Bei Lok's Gerhard Klinner lief längst nicht alles nach Wunsch, aber durch unermüdlichen Kampfgeist konnte er mit seinen 786 Kegel den Abstand in Grenzen halten.
Nicht die Einheimischen übernahmen dann im Finale die Initiative, sondern die Gäste legten wie die Feuerwehr los. Drei Bahnen lang dominierten sie und erarbeiteten sich einen Vorsprung von 140 Kegel. Erst auf der Schlussbahn kamen die Bernsdorfer besser in das Spiel, konnten aber mit 839 Kegel für Wolfgang Titze und 826 Kegel für Gunter Miertschke nur noch Schadensbegrenzung vornehmen. Axel Jarosch, der über weite Strecken beeindruckend agierte, kam auf 865 und Sebastian Hofmann auf 821 Kegel. (jk)