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| 18:12 Uhr

Hoyerswerda-Film
Über eine Heimkehr, die sich lohnt

2018 will der Jugendstadtrat Hoyerswerda das zweite Videoprojekt für die Stadt angehen: Dieses Mal steht alles im Fokus von Rückkehrern. Vorsitzende Marija Skvoznikova (17) hat die Planungen voll im Griff. Im Herbst soll der Imagefilm präsentiert werden.
2018 will der Jugendstadtrat Hoyerswerda das zweite Videoprojekt für die Stadt angehen: Dieses Mal steht alles im Fokus von Rückkehrern. Vorsitzende Marija Skvoznikova (17) hat die Planungen voll im Griff. Im Herbst soll der Imagefilm präsentiert werden. FOTO: Anja Hummel / LR
Hoyerswerda. Ein neuer Imagefilm über Hoyerswerda soll zeigen, wie lebens- und liebenswert die Stadt ist. Dafür werden noch Rückkehrer gesucht, die ihre Geschichte erzählen möchten. Von Anja Hummel

Von Anja Hummel

Sie spricht von einer attraktiven Stadt, von spannenden Menschen, von einer wunderschönen Landschaft. Marija Skvoznikova liebt Hoyerswerda. Und sie weiß ganz genau, dass sie mit diesem Empfinden nicht alleine ist. Jetzt möchte der Jugendstadtrat – mit Marija als Vorsitzender – die Geschichte von jenen Hoyerswerdaern erzählen, die ihrer Heimat einst den Rücken kehrten – und schließlich wieder zurückkamen.

„Wir möchten in einem Film zeigen, wie viel Potenzial in Hoyerswerda und der Region steckt“, erklärt Marija Skvoznikova. Der 17-Jährigen ist bewusst, dass gut ausgebildete Rückkehrer für die Lausitz unabkömmlich sind. Sie spricht von „Bevölkerungsschrumpfung“ und ihrem Ziel, diese zu stoppen. „Wir haben schon einen Mitmach-Aufruf über Facebook gestartet“, sagt die 17-Jährige. Viele Rückkehrer haben sich bereits gemeldet. Ziemlich überrascht sei sie über die große Resonanz. Gefragt seien besonders die Geschichten jüngerer Menschen, die nicht älter als 30 sind. In Aussicht hat Marija Skvoznikova schon den ein oder anderen Rückkehrer. Darunter Personen, die durchaus stadtbekannt seien. „Aber das ist alles noch nicht spruchreif.“

Momentan arbeitet der Jugendstadtrat erst einmal am konkreten Konzept für den Imagefilm. Was schon feststeht: Es wird eine Zusammenarbeit mit den Wohnungsunternehmen der Stadt geben und auch die Arbeitswelt soll einbezogen werden. „Wir suchen noch nach Unternehmen, die Rückkehrern gewisse Vorteile bieten“, sagt Gymnasiastin Marija. Wenn ein Partner bereits einen Job gefunden hat, was ist dann mit dem anderen? Gibt es Firmen, die bei der Wohnungssuche helfen? Auch solche Fragen sollen im neuen Hoyerswerda-Video nicht außen vor gelassen werden.

Und weil Marija Skvoznikova die wunderschöne Landschaft bereits angesprochen hat: Natürlich sollen auch Scheibesee, Neustadt, Altmarkt, Zoo und Co. filmisch in Szene gesetzt werden. „In diesem Jahr arbeiten wir mit einem professionellen Produzenten zusammen“, verrät die Vorsitzende des Jugendstadtrates. Dafür hat sie Benjamin Kramer ins Boot geholt, der unter anderem bereits Imagefilme für Weißwasser und die Lausitzer Füchse produziert hat.

„Aber solch ein Projekt kostet natürlich Geld“, sagt Marija seufzend. Die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda habe schon gespendet, weitere Sponsoren sind noch notwendig. Viel zu organisieren hat die 17-Jährige, damit der Imagefilm für die Zuse-Stadt ein Erfolg wird. Bis Ende April soll das Konzept stehen, im Sommer wird gedreht, im Herbst soll die Veröffentlichung stattfinden.

Bereits im vergangenen Jahr hat der elfköpfige Jugendstadtrat ein Videoprojekt für Hoyerswerda angeschoben. Damals noch in Zusammenarbeit mit der Kulturfabrik und Schülern des Léon-Foucault-Gymnasium. Während nun die Rückkehrer in den Fokus gerückt werden, lautete die zentrale Frage im ersten, knapp sechsminütigen Film „Hierbleiben oder Weggehen?“. Das Fazit war eindeutig: Hierbleiben natürlich. Schon im ersten Projekt, das im Herbst 2017 im Stadtrat vorgestellt wurde, kamen Unternehmen zu Wort, aber auch Menschen verschiedener Generationen, die voller Überzeugung in Hoyerswerda leben und arbeiten.

Mit dem Imagefilm Nummer zwei möchte der Jugendstadtrat wieder am Amateurfilmfest „Sieben Minuten“ in der Kulturfabrik teilnehmen. Natürlich wird der Film nicht allein dort, sondern auch für jedermann im Internet zu sehen sein. Schließlich soll alle Welt vom attraktiven Hoyerswerda erfahren. Von den spannenden Menschen, der wunderschönen Landschaft und den zukünftigen Chancen, die einem hier geboten werden.