Die Gastgeber waren auch deshalb leicht favorisiert, weil mit Robert Devantier und Sascha Meißner zwei Aktivposten auf Seiten der Gäste fehlten. Damit lag noch mehr Verantwortung auf den jüngeren Spielern. Vor allem in der ersten Hälfte machte sich das bemerkbar und die Görlitzer zogen schon fast uneinholbar davon. Auch die von Beginn an vorgegebene offensive Deckung gegen Vogt zeigte wenig Wirkung, da die anderen LHV-Jungs im 1:1 vielfach unglücklich agierten und dementsprechend alt aussahen.
In der Halbzeitpause hatte Trainer Silvio Erlitz an die Ehre seiner jungen Truppe appelliert. Zudem wurde die Deckung auf ein aggressiveres 4:2-System umgestellt. Das zeigte beim Gastgeber sofort Wirkung. Die kamen kaum noch zu kontrollierten Aktionen und die Gäste holten auf. Schon nach zwölf Minuten hatten sie den Spielstand zum 20:20 egalisiert. Vor allem der phänomenalen Steigerung von Michael Schmidt im Tor hatten sie das zu verdanken. Diesen Lauf hielten sie aber nicht bis zum Ende durch. Nach dem 26:25 mussten sie mit drei Toren in Folge den Ko. hinnehmen. (se)
LHV mit: B. Strykowski, M. Schmidt; G. Hussock (4), T. Erlitz (7/2), A. Rasch, F. Socke (4), S. Huth (9/4), L. Droge (1), C. Proft (2), J. Händler, M. Retzlaff, M. Gäbler (1/1).