Die lokalen Veranstalter Lausitzhalle und Kulturfabrik in Hoyerswerda wollen trotz der ersten Corona-Fälle im Landkreis Bautzen auf Absagen von Veranstaltungen verzichten. Auf RUNDSCHAU-Nachfrage sagt Lausitzhallen-Geschäftsführer Dirk Rolka, dass das Unternehmen derzeit davon ausgeht, dass sämtliche Termine stattfinden. „Uns betreffen die Vorgaben des Robert-Koch-Institutes nicht, weil wir in der Lausitzhalle deutlich unter 1000 Besuchern bleiben“, sagt Rolka. Zudem sei die Lausitzhalle in den meisten Fällen nur Vermieter des Veranstaltungsortes.

Die Lausitzhalle Hoyerswerda hat einen Notfallplan

Allerdings sehen die Lausitzhallen-Verantwortlichen die eigenen Veranstaltungen kritisch – die nächste ist der traditionelle Ostermarkt am 21. und 22. März. „Wir werden genau auf die Entwicklungen in Sachen Coronavirus schauen und danach entscheiden“, so Rolka. Nimmt die Zahl der Infizierten in der Lausitz deutlich zu, könnte es sein, dass der Ostermarkt ausfällt.

Die Lausitzhalle hat Rolka zufolge einen klaren Notfall- und Pandemieplan. Sie hat sogar einen Mitarbeiter in selbstverordnete Quarantäne geschickt, nachdem er zuvor Urlaub in einem Risikogebiet gemacht hat. Derjenige zeige wohl keine Krankheitssymptome. „Wir nehmen das Thema sehr ernst“, so Rolka. „Wir müssen natürlich auch die Arbeitsfähigkeit bei uns erhalten.“

Kulturfabrik Hoyerswerda sieht keinen Grund für Absagen

Auch die Hoyerswerdaer Kulturfabrik sieht sich der Corona-Frage ausgesetzt: durchziehen oder absagen? Geschäftsführer Uwe Proksch hat eine klare Meinung: „Solange es keine behördliche Anweisung gibt, sehen wir keinen Grund, Veranstaltungen abzusagen.“ Auch in der Kulturfabrik gebe es derzeit kein Event, das mehr als 1000 Personen anzieht.