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Traditionsverein sieht sich auch als Förderer

Hoyerswerda. Der Traditionsverein "Glückauf Schwarze Pumpe" hat jetzt einen noch längeren Namen: Künftig wird er als Traditions- und Förderverein "Glückauf Schwarze Pumpe" firmieren. Für den kleinen Zusatz im Namen hat jetzt die überdeutliche Mehrheit der Vereinsmitglieder auf ihrer Jahresversammlung zugestimmt. Catrin Würz

"Das ist nicht nur eine formelle Sache", sagt der frisch wiedergewählte Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Markgraf. "Wir wollen mit dem neuen Namen für die Zukunft besser ausdrücken, wofür wir stehen."

Das solle natürlich auch weiterhin die Traditionspflege sein. Seit der Gründung im Jahr 2002 hat sich der Verein mit seinen derzeit 170 Mitgliedern schließlich bei der Sammlung geschichts trächtigen Materials, bei der Aufarbeitung der Ereignisse seit der Grundsteinlegung für das Kombinat Schwarze Pumpe im Jahr 1955 und nicht zuletzt als Kontakt- und Verbindungsstelle für ehemalige Mitarbeiter aus dem Gaskombinat und dem Bergbau hervorgetan. Bei den Jubiläen 50 Jahre und 60 Jahre Industriestandort Schwarze Pumpe hat sich der Verein jeweils intensiv mit eingebracht.

"Aber wir sehen uns auch als einen Verein, der für die Zukunft des Industriestandortes mit wirken will", sagt Markgraf. Deshalb sei der Begriff Förderverein auch richtig. Schon in der Vergangenheit habe man Unternehmertage, Wirtschaftsforen, Vorträge zu aktuellen technischen und wirtschafltichen Problemen wie Fachkräftesicherung und Energiewende organisiert. "Das wollen wir auch weiter tun", so der Vereinschef. Dafür werden künftig thematische Arbeitsgruppen gebildet. Und man hofft, auch wieder mehr jüngere Ingenieure und Mitarbeiter aus dem Industriepark als Mitglieder gewinnen zu können.

Der Verein, der aus Kostengründen vor wenigen Wochen in kleinere Vereinsräume an der Niederkirchnerstraße umziehen musste, hat nun die Mitgliedsbeiträge erhöhen müssen. Künftig zahlen Einzelmitglieder 55 Euro Jahresbeitrag statt wie bisher 40. "Das ist absolut nötig, um zwei geringfügig Beschäftigte im Büro und für Marketingarbeiten weiterhin behalten und bezahlen zu können", sagt der Vereinsvorsitzende. Wie bei vielen anderen Vereinen auch gibt es nach ABM, Kommunalkombi oder Bürgerarbeit gegenwärtig keine staatliche Förderung dafür mehr.