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| 01:29 Uhr

Toter Welpe im Waldrand in Kühnicht gefunden

Kühnicht. Damit hatte Hans-Georg Holder wahrlich nicht gerechnet. Nichts ahnend war der Malermeister so wie jeden Tag mit seinem Schäferhund zum Gassi gehen im Wald unweit der Kühnichter Straße unterwegs. no

Aber irgendetwas war an diesem Nachmittag anders. Denn der Schäferhund von Hans- Georg Holder schnupperte instinktiv sehr ausgiebig an einer ganz bestimmten Stelle, an der sich ein abgestellter Pappkarton befand, der zumindest am Dienstagmorgen noch nicht dort war. „Ich gehe mit meinem Hund zweimal täglich diese Runde. Dienstagmorgen stand der Pappkarton definitiv noch nicht da. Das wäre mir aufgefallen. Als ich dann am Nachmittag gesehen habe, was sich in der Schachtel befindet, war mir gleich ganz schlecht“, erzählt der Senior sichtlich gerührt. Im Inneren befand sich ein etwa vier Wochen alter toter braun-weiß gescheckter Chiwawa-Welpe, eingehüllt in ein verdrecktes Küchentuch. Sofort verständigte der Hoyerswerdaer telefonisch das Tierheim von Cornelia Schreiber, die unverzüglich zur Fundstelle eilte. „Ich habe als Tierheimleiterin wirklich schon viel gesehen. Aber das ist wirklich eine große Schweinerei“, meinte Cornelia Schreiber. Der junge Hund sah unverletzt aus. Aber ersten Erkenntnissen zufolge könnte der Welpe an Parvovirose gelitten haben – eine hoch ansteckende und akut verlaufende Infektionskrankheit, an der vornehmlich Welpen im Alter zwischen zwei bis 16 Wochen erkranken. „Diese Krankheit ist sehr heimtückisch und in den meisten Fällen tödlich. Die Tiere trocknen sozusagen innerlich aus“, erklärte Cornelia Schreiber. Und allein schon aus diesem Grund, sei es vom Hundebesitzer unverantwortlich gewesen, den toten Welpen einfach im Wald abzulegen. Denn besonders Wildtiere wie Rehe und Füchse könnten sich bei dem toten Welpen angesteckt haben und so die Krankheit weiter verbreiten.

Strafbare Handlung

Aber selbst wenn sich heraus stellen sollte, dass der tote Welpe, der zur weiteren Untersuchung an einen Veterinärmediziner übergeben wurde, nicht an Parvovirose gelitten habe, hat sich der Hundebesitzer laut Seuchenschutzgesetz strafbar gemacht. Denn das Entsorgen toter Tiere auf diese Art ist verboten. Noch am Fundort wurde am Dienstagnachmittag bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. no