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Modellbau
Zwei Lautaer lassen russische Maschine fliegen

Torsten und Sebastian Schmoll zeigen ihren Modellflugzeuge.
Torsten und Sebastian Schmoll zeigen ihren Modellflugzeuge. FOTO: Katrin Demczenko
Torsten und Sebastian Schmoll bauen derzeit eine YAK 54 SL, ihr bisher größtes Modell. Sie organisieren die große Show von Modellbauern in Senftenberg mit. Von Katrin Demczenko

Lauta Wenn ein selbst gebautes Flugmodell aus Holz, Styropor oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) vom Boden abhebt, leuchten die Augen von Torsten und Sebastian Schmoll. Dann erleben beide die Belohnung für wochenlanges Basteln in ihrem Hobbyraum. Bald wird es wieder soweit sein, sagt Vater Torsten Schmoll, denn jetzt baut er mit seinem Sohn die russische Kunstflugmaschine YAK 54 SL. Ihr bisher größtes Modellflugzeug besteht aus GFK, hat eine Flügelspannweite von 2,60 Metern, einen 15 PS starken Benzinmotor und wird funkferngesteuert.

Anfang der 1970er-Jahre, als der zehnjährige Torsten Schmoll mit dem Flugmodellbau begann, gab es solche Flugzeuge freilich nicht. Trotzdem erinnert sich der heute 54-Jährige gern an seinen ersten kleinen Fesselmodellflieger, den er in der Station Junger Naturforscher und Techniker am Burgplatz Hoy­erswerda mit der Laubsäge aussägte.

Die Freude darüber, dass dieses Modell flog, hat er bis heute nicht vergessen und wollte sie seinem Sohn Sebastian weitergeben. Torsten Schmoll nahm deshalb den Siebenjährigen im Jahr 2005 mit zum Modellflugplatz „Schacht 15“ nahe dem ehemaligen Tagebau Spreetal und führte ihn erfolgreich an den Umgang mit Fesselflugzeugen heran.

Vor zwei Jahren entfachte er die Leidenschaft für diese sinnvolle Freizeitgestaltung auch bei dem Groß Särchener Oberschüler Tom Kießlich. „Er war damals in der Arbeitsgemeinschaft Fesselflugmodellbau des Naturwissenschaftlich-Technischen Kinder- und Jugendzentrum NATZ Hoyerswerda, die ich geleitet habe“, erzählt Torsten Schmoll.

Der Lautaer fährt mit dem 14-jährigen Tom Kießlich zu Fesselflug-Wettbewerben oder zeigt mit ihm in ganz Deutschland Fesselflugmodellshows in Sporthallen oder im Freien. Grundsätzlich steht der Pilot in der Mitte und führt das Flugzeug an einer fünf oder 15 Meter langen Leine um sich herum. Dabei zeigt er Kunstflugelemente wie den Wellenflug candle, den Halbkreis in Form einer Käseglocke wing over oder den Looping, erklärt Torsten Schmoll.

Sebastian Schmoll fliegt heute funkferngesteuerte Modellflugzeuge, mit denen er von 2012 bis 2016 erfolgreich an Wettbewerben des Deutschen Modellfliegerverbandes und an Weltcups teilgenommen hat. „Wenn die YAK fertig ist, werde ich sie bundesweit bei Freiluft-Flugshows fliegen“, freut sich der 19-Jjährige schon.