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Tontagebau Guttau soll fortgeführt werden

Guttau. Die P-D Industriegesellschaft mbH mit Sitz in Wetro will den Tonabbau im Abbaufeld "Guttau-Neudörfel" fortführen. Dieses schließt sich unmittelbar östlich an das in Betrieb befindliche Abbaufeld "Guttau-Ost" an, welches voraussichtlich 2020 seine "Endstellung" erreicht haben wird, und hat eine Größe von circa 13,5 Hektar. ume1

Nachdem das Vorhaben bereits 2014 das Raumordnungsverfahren bei der Landesdirektion Sachsen überstanden hatte, muss es jetzt noch die Hürde des bergrechtlichen Planfeststellungsverfahrens nehmen. Für dieses zeichnet das Sächsische Oberbergamt verantwortlich.

Laut dem vorgelegten Rahmenbetriebsplan war ursprünglich vorgesehen, das Abbaufeld Guttau-Ost zusammenhängend bis an die Staatsstraße 110 heranzuführen. Zu diesem Zweck hätte das Alte Fließ überquert werden müssen. "Obwohl die entsprechenden Pläne bereits vorlagen, entschied sich das Unternehmen für einen Neuaufschluss östlich des Alten Fließes, da die Umverlegung naturschutzrechtlich einen beträchtlichen, kaum zu kompensierenden Eingriff darstellen würde", heißt es im Plan.

Die P-D Industriegesellschaft gewinnt in Guttau-Ost Tone, die zuletzt zu circa zwei Dritteln für die Herstellung von feuerfesten Produkten (vor allem im benachbarten Creaton-Dachziegelwerk) und zu einem Drittel für die Abdichtung von Deponien verwendet wurden. Für die nächsten 25 Jahre benötigt sie Abdichtmaterial für ihre eigene Industrieabfalldeponie in Wetro, sodass der Bedarf für diesen Zeitraum gesichert ist.

Das neue Abbaufeld Guttau-Neudörfel soll zeitgleich mit der Einstellung des Abbaus in Guttau-Ost 2020 in Betrieb gehen, wobei die vorhandenen Aufbereitungsanlagen weiter verwendet werden. Die nachfolgende Tongewinnung ist bis zum Jahre 2054 geplant. Dabei geht das Unternehmen von einer jährlichen Gewinnung von etwa 70 Kilotonnen aus. Im Anschluss erfolgt die Rekultivierung, wobei ein rund 6,5 Hektar großer Restsee entsteht.

Für die Inbetriebnahme ist der Abbruch eines schon seit Längerem leer stehenden ehemaligen Wohngebäudes erforderlich. Der Abtransport des Tons in Richtung Wetro soll künftig über die - bis dahin ertüchtigte - Plattenstraße und dann über die Staatsstraße 109 erfolgen, sodass die Ortsdurchfahrt Kleinsaubernitz erheblich entlastet wird.