Die genetische Untersuchung des Anfang Februar gefangenen Welpen aus dem Rudel sei sehr schwierig, sagte der Sprecher des Umweltministeriums in Dresden, Dirk Reelfs, gestern. Gelingt der Nachweis nicht, dass ein Hund Vater der Welpen ist, ist die Zukunft der Tiere wieder offen. Das Ministerium wollte eigentlich von der DNA-Analyse des geschnappten Welpen abhängig machen, ob auch die anderen Welpen eingefangen werden. Damit soll verhindert werden, dass sich die Hundemerkmale bei einer weiteren Fortpflanzung immer mehr durchsetzen. Die Untersuchung des Welpen werde sich auf jeden Fall noch hinziehen, sagte Reelfs. Das Problem sei, dass sich Hund und Wolf genetisch sehr ähnlich seien. „Die Verwandtschaft zwischen Hund und Wolf ist so eng, dass es selbst schwierig ist, einen Dackel genetisch von einem Wolf zu unterscheiden.“ Wird der Nachweis einer Hunde-Vaterschaft nicht erbracht, muss laut Reelfs neu nachgedacht werden. Mit Skepsis betrachtet das Ministerium unterdessen die Bemühungen eines Jägers, der um das Wild fürchtet, eine Abschussgenehmigung für die Wölfe zu bekommen. Das Regierungspräsidium Dresden prüft derzeit einen entsprechenden Antrag. Der Wolf ist laut Reelfs ein streng geschütztes Tier. Zudem seien die Wildbestände in der Oberlausitz nach wie vor zu hoch. (dpa)