Klingt im ersten Moment erst einmal kurios, klärt sich aber schnell auf. Die Ursache liegt in einer neuen Software, welche die Hoyerswerdaer Einrichtung erstmals bei ihrer Zählung verwendet hat. Dort werden einzelne Tiere, wie beispielsweise die Stabheuschrecken, nicht mehr in Gruppen zusammengefasst, sondern wirklich jedes einzelne Tier registriert. Einige Schützlinge seien im vergangenen Jahr auch abgegeben worden, wie Kathrin Kaltwaßer weiter sagt. So hat die Alpaka-Gruppe zum Beispiel ihr neues Zuhause bei einem Züchter in der Region gefunden.

In ihr früheres Gehege werden die Esel im Laufe des Frühjahres umziehen. Und drei der sechs jungen kubanischen Rautenkrokodile aus dem Zoo Hoyerswerda wohnen nun im Terrarium Brandenburg, drei haben sogar die weite Reise bis nach England auf sich genommen.

Der Zoo in der Stadt Hoyerswerda konnte im vorigen Jahr aber auch einige neue Bewohner begrüßen, so wie die Springtamarine, Amurleoparden, eine Erdmännchenfamilie und neue Hühnerrassen für den Hühnerhof. Übrigens: Das älteste Tier im Zoo ist die Galapagos-Riesenschildkröte Jolante mit 56 Jahren.

Besonders die kleinen Tiere fordern die Tierpfleger bei der Zählung heraus. Vom Aquarium werden Fotos gemacht und die Fische gezählt, damit auch wirklich jedes Tier aufgelistet werden kann. Und auch das Messband ist gefragt - vor allem bei den Eseln. Die müssen nämlich ab sofort auf ihre Figur achten. Die guten Futterverwerter haben ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Esel "Sternchen" wiederum konnte seinen Halsumfang reduzieren, jedoch hat er im Vergleich zur letzten Messung am Bauch wieder zugenommen. Nun muss am Speiseplan gedreht werden.

Im Jahr 2015 begrüßten Zoo und Schloss Hoyerswerda insgesamt knapp 120 000 Besucher - ein leichter Rückgang zum Vorjahr von 3,3 Prozent ist zu verzeichnen. Der Grund: die extremen Wetterbedingungen im letzten Jahr.