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| 16:27 Uhr

Hoyerswerda
Tierische Exoten bevölkern die Lausitzhalle

Moritz Kusche zeigte hier eine seiner Stabheuschrecken.
Moritz Kusche zeigte hier eine seiner Stabheuschrecken. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Die achten Lausitzer Aquaristik- und Terraristiktage führen viele Lausitzer nach Hoyerswerda. Von Katrin Demczenko

Die Mitglieder des Vereins der Aquarienfreunde „aquarica“ Hoyerswerda haben in der Lausitzhalle unter anderem agile Guppys vorgestellt, die aus Süd- und Mittelamerika stammen sowie nachgezüchtete farbenfrohe Buntbarscharten aus dem ostafrikanischen Viktoriasee. Karsten Dienel vom Verein Aquarienfreunde Cottbus hatte drei seiner 18 Zentimeter großen Peru-Altum-Skalare zum Verkauf mitgebracht. Diese majestätisch wirkenden Süßwasserfische werden in Schwärmen von sechs bis acht Tieren gehalten und brauchen ein an ihre Größe angepasstes Aquarium, erklärte Dienel den Besuchern. Die Peru-Altum-Skalare mögen eine Wassertemperatur von 25 bis 30 Grad, fressen tierisches, pflanzliches oder Trockenfutter und können mit größeren Buntbarschen und Panzerwelsen vergesellschaftet werden. Karsten Dienel besucht mit dem Cottbuser Verein gern Börsen und Fachvorträge in Hoyerswerda.

Der „aquarica“-Verein, der 26 Mitglieder aus Hoyerswerda, Lauta und Lauchhammer zählt, pflegt seit 1986 eine Freundschaft mit Aquarienfreunden in Rychnov (Tschechien), die durch gegenseitige Besuche und Ausstellungsteilnahmen im Nachbarland geprägt ist, erzählte Vereinschef Harald Wukasch. Er möchte die seit 1966 erfolgreiche Vereinsarbeit in Hoyerswerda fortführen, weil er der Meinung ist, dass Neulingen Tipps erfahrener Fachleute eher helfen als angelesenes Wissen aus dem Internet.

Zu den diesjährigen Lausitzer Aquaristik- und Terraristiktagen hat der Vereinsvorsitzende auch wieder Aussteller aus Zittau, Berlin und Mortka begrüßt, die Dekorationselemente für Terrarien und wirbellose Tiere anboten. Moritz Kusche aus Mortka züchtet seit Jahren hobbymäßig Gottesanbeterinnen und malaysische Stabheuschrecken. Letztere brauchen ein Terrarium mit etwas Erde, denn darin legen sie ihre Eier ab, erklärte der junge Mann. Die rund 15 Zentimeter langen, sehr schlanken Tiere lieben ein feuchtes und warmes Klima und fressen am liebsten Brombeer- sowie Eichenblätter.

Jessica Wolf vom Verein Aquarienfreunde Cottbus nahm gern hautnahen Kontakt zu diesen Tieren und der noch junge honduranischen Königsnatter vom Stand nebenan auf. Bei Ausstellungen könne sie von anderen Züchtern erfahren, mit welchen Tieren sie sich beschäftigen, sagte die Aquarianerin.