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| 16:45 Uhr

Teschen-Markt in Hoyerswerda
Tanz, Basteln und Reiten in der Altstadt

Die Tanzklasse der Hoyerswerdaer Musikschule tritt auf.
Die Tanzklasse der Hoyerswerdaer Musikschule tritt auf. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda . Der Hoyerswerdaer Teschen-Markt lockt mit Düften von B bis Z. Reichsgräfin mit Gefolge wieder dabei.

Ein unverwechselbarer Duft nach Zuckerwatte, Glühwein und Bratwurst sowie weihnachtliche Musik haaben am dritten Adventswochenende wieder viele Gäste in die Altstadt auf den Teschen-Markt gelockt. Die Jüngsten begeistern das Karussell auf dem Weihnachtsmarkt ebenso wie die Tiere der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen.

Während Farmmitarbeiter Roland Hausdörfer acht gibt, dass das Schaf und die Ziege nur gesunde Naschereien erhalten, führt die 15-jährige Xenia Csuti das Pony Susi immer wieder über den Festplatz. Jedes Mal freut sich ein anderer kleiner Reiter über das Erlebnis auf dem Ponyrücken. Frida (5) aus Hoyerswerda darf schon zum zweiten Mal in ihrem Leben reiten und verkündet ihrer Mutter danach, dass sie sich ein Barbie-Pferd vom Weihnachtsmann wünscht. Da das tierliebe Mädchen bis zum Heiligen Abend noch etwas warten muss, füttert es erst einmal die Ziege mit einem Salatblatt und streichelt das Schaf.

Für die kleine Viktoria aus Schipkau, die mit ihren Eltern den Teschen-Markt besucht, ist das Ponyreiten ebenfalls ein Höhepunkt. Sie lässt sich aber auch mit dem Weihnachtsmann fotografieren und bastelt im Naturwissenschaftlich-Technischen Jugendzentrum NATZ im Bürgerzentrum Braugasse 1. Viktorias Mutter Melanie Schiffke lobt die unterschiedlichen Angebote für Kinder. Einige seien kostenlos und bei anderen könne sie selbst entscheiden, ob sie den Veranstaltern etwas spendet. Melanie Schiffke: „Ich finde es auch interessant, dass uns Reichsgräfin Ursula Katharina von Teschen erklärt hat, wie der Hoyerswerdaer Weihnachtsmarkt zu seinem Namen kam. So etwas kenne ich von Veranstaltungen in anderen Orten nicht.“ Die Teschen, alias Cornelia Schnippa, hält ihre Audienz in Begleitung von Mitgliedern des Traditionsvereins Dresdener Barock ab.

Auf der Bühne stellen sich am Samstag unter anderem die drei Tanzklassen der hiesigen Musikschule und die Sorbische Volkstanzgruppe Zeißig vor. Astrid Gumprechts Tänzer aus Hoyerswerda, im Alter von vier bis 16 Jahren, zeigten, was sie seit dem Sommer geübt haben. Die zwölfjährige Nele erlebt sogar ihren ersten Auftritt, denn sie begann erst vor einem Jahr mit dem Tanzen. Zwei Choreografien musste sich die Jüngste in der ältesten Gruppe von Astrid Gumprecht recht schnell aneignen, die die anderen Mädchen schon beherrschten. Das neueste Stück, das einen Tagesablauf nachstellt, haben die sieben Tänzerinnen selbst erarbeitet, erzählt Lucy. Für die 16-Jährige ist Tanzen seit ihrer Kindheit das wichtigste Hobby, das Kreieren einer Choreografie ist aber auch für sie Neuland gewesen.

Gisela Tank und Wolfgang Hehne zeigen die Gute-Laune-Wichtel.
Gisela Tank und Wolfgang Hehne zeigen die Gute-Laune-Wichtel. FOTO: Katrin Demczenko

Am Stand der Bernsdorfer Händlerin Gisela Tank, die schon seit den frühen 1990er-Jahren zum Weihnachtsmarkt kommt, hatte Wolfgang Hehne einen Schwibbogen entdeckt, den er verschenken will. Die Gute-Laune-Wichtel haben dem Hoyerswerdaer aber auch gefallen.

Der Lionsclub Hoyerswerda hatte auch dieses Jahr wieder einen Stand am Weihnachtsmarkt, um Geld für den guten Zweck zu sammeln. Nutznießer des Verkaufs von Glühwein und selbstgebackenen Waffeln wird diesmal das Awo-Kinder- und Jugendzentrum an der Schulstraße sein, das ein ebenerdiges Trampolin kaufen will, sagte Lionsclub-Mitglied Steffen Markgraf. Der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda erzählte auch vom Teschen-Markt-Glühwein, den er und alle anderen Stände erstmals in hübsch gestalteten Tassen ausschenken. Die Idee, keinen Müll mehr zu produzieren und stattdessen Trinkgefäße gegen Pfand zu nutzen oder mitnehmen zu können, kam bei Händlern und Besuchern an.

(Katrin Demczenko/dcz1)