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| 13:41 Uhr

Energiefabrik Knappenrode
Tanzen im Takt der Werksirene

Die 36-jährige Manuela Dinger war neugierig auf die außergewöhnliche Choreografie zu den besonderen „Industrieklängen“. Am 1. Mai wird sie beim großen Auftritt in der Energiefabrik Knappenrode dabei sein.
Die 36-jährige Manuela Dinger war neugierig auf die außergewöhnliche Choreografie zu den besonderen „Industrieklängen“. Am 1. Mai wird sie beim großen Auftritt in der Energiefabrik Knappenrode dabei sein. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Ein internationales Musikprojekt erinnert an die Zeit der Industrialisierung. Die Energiefabrik macht mit.

Hämmernde Rhythmen und hoch motivierte Tänzer waren am Samstag im Jugendklubhaus „Ossi“ (JKH) in Hoyerswerda zu hören und sehen. So viel Trubel gibt es im Gebäude an der Liselotte-Herrmann-Straße nicht an jedem Wochenende. Doch es stand eine ganz besondere Probe an:  Mehr als 20 Kinder, Jugendliche und jüngere Erwachsene übten für das Tanzprojekt „Work it Out – Day of Industrial Culture“, das am 1. Mai um 15 Uhr im Motorenlager der Energiefabrik Knappenrode aufgeführt wird, wie Franziska Grabowski, die Leiterin des JKH „Ossi“, erklärt. Die Musik? Ziemlich außergewöhnlich. Neben einer Werksirene enthielt sie auch andere Geräusche, die früher in Tagebauen und Fabriken erklangen.

Organisator dieser knapp zehnminütigen Performance ist die European Route of Industrial Heritage (ERIH), die Industriedenkmäler und –museen in ganz Europa vernetzt, um sie touristisch besser zu vermarkten, weiß Sophia Müller von der Energiefabrik Knappenrode. Ihre Einrichtung beteiligt sich als einziger ERIH-Standort der Lausitz an dem Tanzprojekt, das gleichzeitig mit derselben Choreografie an weiteren 40 Industriekultur-Erinnerungsorten stattfindet.

Zu den Tänzern im JKH, die von Franziska Grabowski und einige Mitgliedern ihrer Tanzcrew DC angeleitet wurden, gehörte als eine der jüngsten die kleine Benita. Sie betreibt ihr Hobby im Tanz Club Schwarz-Gold des SC Hoyerswerda und war mit Freundinnen aus ihrer Tanzgruppe und ihrer Trainerin gekommen. „Wir hatten die Choreografie schon etwas geübt und deshalb kam ich gut zurecht“, erzählt die Grundschülerin. Die 36-jährige Manuela Dinger besuchte das „Work it Out“ -Projekt aus Neugier, denn normalerweise tanzt sie bei Franziska Grabowski im Dance-Aerobic-Kurs des Vereins „Kraft und Figur“. Manuela Dinger fand es spannend, mal etwas anderes auszuprobieren. Die Schritte und Bewegungen werden auch Tanzgruppen aus Weißwasser, Cottbus und Bernsdorf mitgestalten, die die Choreografie jetzt ebenfalls üben, berichtet Sophia Müller. Sie hat in der Region die „Work it Out“ -Performance bekannt gemacht, damit am Tag der Arbeit recht viele Tänzer mit ihrem einmaligen Auftritt an die Zeit der Industrialisierung der Lausitz erinnern.