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| 18:46 Uhr

Tag des Honigs
In der Oberlausitz wird viel Honig gegessen

Hinter dem Honig-Frühstück stecken fleißige Bienen. Aber die sind hierzulande immer stärker bedroht, warnt die Agrar-Gewerkschaft IG BAU.
Hinter dem Honig-Frühstück stecken fleißige Bienen. Aber die sind hierzulande immer stärker bedroht, warnt die Agrar-Gewerkschaft IG BAU. FOTO: IG BAU
Bautzen/Görlitz. Agrar-Gewerkschaft warnt vor Gefahren für Bienen durch Chemikalien.

Am 7. Dezember ist Internationaler Tag des Honigs. Aus diesem Anlass weist die Agrar-Gewerkschaft IG BAU auf die Bedeutung des Naturprodukts hin. Wie sie informiert, haben die Menschen im Landkreis Bautzen im vergangenen Jahr 349 Tonnen Honig verbraucht. Im Landkreis Görlitz sind es 296 Tonnen gewesen. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Danach lag der Pro-Kopf-Verbrauch mit 1,1 Kilo bei gut zwei Gläsern Honig im Jahr.

Mit Sorge beobachtet die IG BAU Ostsachsen jedoch das Bienensterben, das den Imkern in der Region zunehmend zu schaffen mache. „Dafür ist auch die industrielle Landwirtschaft verantwortlich. Monokulturen und Pestizide lassen den Bienen immer weniger Lebensräume“, sagt Bezirksvorsitzender Peter Schubert. Gefährlich sei

insbesondere das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Laut einer aktuellen Studie aus den

USA greift das Herbizid die Darmflora der Bienen an  und ist einer der Hauptgründe für den massiven Rückgang der Bienenvölker. Die IG BAU fordert auch deshalb ein Verbot von Glyphosat. Das Mittel ist in Deutschland im Gegensatz zu anderen EU-Ländern weiterhin erlaubt.

„Wenn wir in Zukunft überhaupt noch heimischen Honig essen wollen, dann muss es ein Umdenken in der Landwirtschaft geben – mehr Vielfalt und weniger Einsatz von Chemie“, fordert Schubert. Laut Statistik wird schon jetzt der Großteil des in Deutschland gegessenen Honigs importiert – insbesondere aus Argentinien, Mexiko und der Ukraine. Dabei steht die Bundesrepublik beim Honigverzehr weltweit an der Spitze. Allein von 2016 bis 2017 nahm der Verbrauch nach Angaben der BLE um 15 Prozent zu.