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| 20:19 Uhr

Feuerwehr Hoyerswerda
Nur Zusammenarbeit ermöglicht erfolgreichen Brandschutz

FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. „Ein Wahnsinnszulauf“, freute sich Armin Berger, Gruppenführer der Wachabteilung der Berufsfeuerwehr Hoyerswerda und Hauptorganisator des Tages der offenen Tür am Gelände der Hauptfeuerwache in der Hermann-Straße. Von Katrin Demczenko

Die Veranstaltung ist Teil der Aktivitäten zum 750jährigen Stadtjubiläum von Hoyerswerda.

Vor allem Familien mit Kindern aus Stadt und Umgebung erlebten am vergangenen Samstag bei Vorführungen die Feuerwehrtechnik in Aktion sowie die Arbeit der Diensthundestaffel der Polizeidirektion Görlitz. Diese Mitarbeiter sind wie Bürgerpolizisten, Wohnungsgesellschaft und Versorgungsbetriebe Hoyerswerda oder der Bundesverband Technisches Hilfswerk – Ortsverband Kamenz Partner der Berufsfeuerwehr und stellten sich vor, wie Armin Berger erklärte. Gleiches gilt für die Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe Hoyerswerda, die Notfallsanitäter ausbildet. Davon profitieren unter anderem der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr und der 3. Katastrophenschutzzug des Landkreises Bautzen. Dieser wird von Hoyerswerda aus vom Malteser Hilfsdienst Dresden geführt und die Mitarbeiter kochten für alle Gäste und Mitwirkenden des Tages in ihrer neuen, elektrisch betriebenen Gulaschkanone hausgemachte Erbsensuppe.

Die Veranstaltung zeigte auch die enge Zusammenarbeit der Berufsfeuerwehr Hoyerswerda mit den Freiwilligen Feuerwehren (FFW) des Lausitzer Seenlandes, denn am Eingang zum Gelände stand die Wasserrettungstechnik der FFW Spreetal. Nicht zu halten war der zweijährige Milan, als er das große rote Hovercraft Luftkissenboot „Willi“ sah. Sofort musste ihn die Oma hineinheben und fröhlich ergriff er das Lenkrad. „Wir fahren zu jedem Feuerwehrtreffen in der Gegend, denn der Kleine ist ein Technikfan“, erzählte die Sprembergerin. Frank Porep von der FFW Spreetal erklärte, dass das Luftkissenboot über Sand, Sumpf, Wasser und Eis schwebt. Es kommt vorrangig auf zugefrorenen Seen der Umgebung zum Einsatz und erhöht die Sicherheit für die Helfer, die so nicht mit Leitern aufs Eis müssen.

Vor allem bei großen Brandeinsätzen wie der siebentägigen Löschung des sogenannten Kohletrübebeckens bei Spreewitz im August arbeiten Mitglieder verschiedener FFW und die Berufsfeuerwehr Hoyerswerda mit ihrer Technik zusammen, erzählte der Wachabteilungsleiter der Berufsfeuerwehr und Spreetaler Gemeindewehrleiter Oliver Puls. „Wir machen der Politik vor, wie man zusammenarbeiten kann“, sagte Feuerwehrchef Dieter Kowark. Er dankte am Tag der offenen Tür allen freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehrleuten für 127 erfolgreiche große und kleinere Einsätze im Landkreis Bautzen. Wegen des trockenen Sommer war die Anzahl besonders hoch.

Die Veranstaltung diente auch der Brandschutzerziehung und Herbert Christ vom Kreisfeuerwehrverband Gotha präsentierte etwas europaweit einmaliges. Ein großes Puppenhaus war mit optisch-akustisch lebendigen Szenen gespickt, die Brände auslösen. Kinder erkennen so spielerisch Brandursachen und nehmen das Wissen mit in ihren Alltag. Die Idee kommt aus Kanada, sagte Herbert Christ, und der Hoyerswerdaerin Nicole Polk mit ihren Kindern hat sie gefallen.