| 02:44 Uhr

Tätzschwitzer starten spielerisch und mit Spezialitäten in die neue Saison

Der Petersilien-Wein von Heidi Eckstein (2.v.r.) war während der Saisoneröffnung der Renner.
Der Petersilien-Wein von Heidi Eckstein (2.v.r.) war während der Saisoneröffnung der Renner. FOTO: T. Richter-Zippack/trt1
Tätzschwitz. Mit einem Tag der offenen Tür hat Ende April die Saison 2015 in der Tätzschwitzer Heimatstube begonnen. Das Team um Martina Petschick präsentierte uralte Technik und Spielzeug aus Mutters und Omas Zeiten, beispielsweise eine Puppenstube aus den 1960er-Jahren. Torsten Richter-Zippack/trt1

"Mit den Stühlchen habe ich noch gespielt", verriet Martina Petschick. Der Kaufmannsladen sei dagegen eine Leihgabe aus Torno. Auch er habe schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel. "Nach unseren Erfahrungen spielen vor allem Vorschulkinder gern damit", sagte Petschick. Mit dem Schuleintritt stünden dann andere Interessen an, wie zum Beispiel Computer.

Zur Saisoneröffnung war auch der Tätzschwitzer Imker Dieter Bruck vor Ort. "Meine Bienenvölker sind im Großen und Ganzen gut über den Winter gekommen. Die Verluste hielten sich in engen Grenzen. Aber ich habe die gefährliche Milbe auch ordentlich ausgeräuchert." Derzeit seien die Insekten von früh bis abends mit der Obstblüte beschäftigt. Am Geschmack des Honigs lasse es sich allerdings nicht erkennen, ob der Nektar aus einer Apfel- oder Kirschblüte stammt. "Ich wünsche mir jetzt Regen. Denn ohne Wasser enthalten die Blüten weniger Nektar", so Bruck.

Eine Spezialität der anderen Art bot Heidi Eckstein feil. Nämlich Petersilien-Wein. "Ein Liter Weißwein, zwei Esslöffel Essig und mehrere Stängel Petersilie kommen dort hinein", erklärte sie. Dann werde das Gebräu erhitzt, sodass der Alkohol entweiche. Der Trank solle angeblich gegen eine ganze Anzahl verschiedener Leiden helfen.

Kartoffelsäcke wurden früher auf der Waage von Achim Meier gewogen. Jetzt dient das historische Utensil als Personenwaage. Mittels mehrerer größerer und kleinerer Gewichte könne letztendlich die Schwere der jeweiligen Person bestimmt werden. Bei 120 Kilogramm soll allerdings Schluss sein.

Die Heimatstube Tätzschwitz wartet im Laufe der Saison mit mehreren Höhepunkten auf. So ist sie während des sorbischen Heimattages am 14. Juni geöffnet. Im September geht es dann um Sauerkraut in allen Variationen. Und auch zum Erntedankfest mit dem Kirchenjubiläum am 11. Oktober kann die Heimatstube im ehemaligen Schulgebäude neben dem Tätzschwitzer Gotteshaus besichtigt werden.