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Tänzer präsentieren sich beim Stadtfest

Anita Bauer (r.) übt mit Maxine Reps und Stefan Friedrich. Daneben steht Hardy Schumacher.
Anita Bauer (r.) übt mit Maxine Reps und Stefan Friedrich. Daneben steht Hardy Schumacher. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Viele Freizeitangebote in den Bereichen soziales Miteinander, Sport und Kultur könnten Kinder, junge und ältere Erwachsene ohne Hoyerswerdaer Vereine nicht nutzen. Der Jugendstadtrat gab diesen ehrenamtlich tätigen Menschen aus der Stadt und der Lausitz mit dem schon zweiten "Langen Tag der Vereine" eine Plattform für ihre Öffentlichkeitsarbeit. Katrin Demczenko / dcz1

Er organisierte die Veranstaltung im Rahmen der 48-Stunden-Aktion des Landkreises Bautzen.

27 Vereine vom Aeroclub Hoyerswerda am Flugplatz Nardt über die Musik- und Kunstschule Bischof in der Neustadt bis zum Lausitzer Heimatverein Sabrodt öffneten Samstag ihre Türen. Der Traditionsverein "Glückauf Schwarze Pumpe" Hoyerswerda präsentierte sich mit Firmen aus dem Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) im Lausitzcenter, denn er unterstützt sie bei der Lehrlingssuche, sagte Vereinsmitglied Maria Opitz. Ein wichtiger Partner dabei ist die für die Wirtschaftsförderung im ISP und der Gemeinde Elsterheide zuständige ASG Spremberg GmbH. Die Mitarbeiterin der Leag-Ausbildungsstätte Schwarze Pumpe Andrea Händler erklärte, dass Jugendliche dort Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik und Mechatroniker lernen können. In Kraftwerken gebrauchte Berufe werden in Jänschwalde, Lippendorf und derzeit noch in Boxberg ausgebildet.

Madlen Schwausch, Referentin für Personalmarketing der Papierfabrik Hamburger-Rieger GmbH, informierte Sybille Petroll über Ausbildungen als Papiertechnologe und Mechatroniker, weil ihr Sohn bald die Schule beendet.

Die Fotoausstellung des Traditionsvereins über die Anfänge des Gaskombinates und der Hoyerswerdaer Neustadt interessierte Senioren wie Knut Müller. Er war zum Tag der Vereine gekommen und hatte schon den Schießplatz des Schützenvereins "Heideland 1991" Bröthen-Michalken besucht, den er bis dato noch nicht gekannt hatte. Genauso ging es dem neunjährigen Niklas in der Halle des Little Woodward e.V. im Industriegelände, wo BMX-, Mountainbike- und Stunt-Scooter-Fahrer trainieren. Rasant zeigten ältere Vereinsmitglieder in den Halfpipes Drehungen und Salti. Um das zu können, sind viel Übung und etwas Mut nötig, erkannte Niklas, aber das schreckt ihn nicht ab. Er will wiederkommen.

Das freute seine Oma, die mit ihm da war, und den Vereinsvorsitzenden Sebastian Klotz. Dieser sagte, dass die Halle zwei Nachmittage pro Woche für Mitglieder und jeden Freitag sowie Samstagnachmittag für alle Interessenten öffnet. Erwachsene Fahrer und Eltern für ihre Kinder unterschreiben einen Haftungsausschluss. Dann darf jeder mit Helm üben. Das ist für BMX- und Mountainbike-Fahrer auch auf der Outdoor-Strecke möglich. Dort müssen die 27 Vereinsmitglieder aber, um die Übungsbedingungen zu verbessern, den großen Anfahrturm mit neuen Bohlen ausstatten. Das kostet circa 1000 Euro, die ohne Sponsoren nur schwer aufzubringen sind.

Zum Tanzsportcenter Hoyerswerda e.V. in der Bonhoeffer-Straße kam leider nur ein Gast, den Vereinsmitglied Maxine Reps mitgebracht hatte. Sie übte mit Stefan Friedrich unter Anleitung der Trainerin Anita Bauer Discofox, während der Vereinsvorsitzende Hardy Schumacher über neue Vorhaben sprach. Er sagte, dass es 2017 in der Lausitzhalle kein Internationales Tanzturnier geben wird. Stattdessen präsentieren sich die Tänzer am Stadtfest-Wochenende im September im Lausitzcenter, und im Oktober findet im Kulturhaus Laubusch ein Herbstball statt. Dort kann jeder Interessent tanzen, und die Kindergruppen werden auftreten.

Das Tanztraining unter Anita Bauer findet im VBH-Gebäude und im Zeißiger Saal für alle wie gewohnt statt. Die Tanztrainerin bemängelte die Werbung für den Tag der Vereine, die viel zu wenig und zu spät stattgefunden habe.