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| 14:11 Uhr

Süüüüß: Kaiserlicher Nachwuchs in Hoyerswerda

FOTO: Zoo Hoyerswerda
Hoyerswerda. Der Zoo von Hoyerswerda hat einen niedlichen Nachwuchs: Er ist gerade einmal zehn Zentimeter groß, trägt aber Schnurrbart. bob

In der vergangenen Woche hat der jüngste Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen im Zoo Hoyerswerda das Licht der Welt erblickt. "Das nicht einmal zehn Zentimeter große Krallenaffenjungtier ist der erste Nachwuchs des neuen Zuchtpärchens. Die sechsjährige Mutter kam erst im September nach Hoyerswerda", teilt Sprecherin Stefanie Jürß mit. Erste Bartstoppeln sind bei dem Jungtier schon zu erkennen. Ob es Männlein oder Weiblein wird, steht hingegen noch nicht fest.

"Zurzeit ist der Lieblingsort des Affennachwuchses der Rücken des Papas, denn die Mutter nimmt das Jungtier nur zum Säugen", berichtet Stefanie Jürß. Für die Aufzucht ist der Rest der kleinen Gruppe verantwortlich. Da im Zoo Hoyerswerda derzeit nur ein Pärchen lebt, kümmert sich ausschließlich das Männchen um den Nachwuchs. Bis zu sieben Wochen verbringen die Jungtiere auf dem Rücken der Erwachsenen. Erst danach werden sie selbstständiger und erkunden ihre Umwelt.

Ursprünglich hatte das Affenpärchen Zwillinge, so wie es bei den kleinen Krallenaffen üblich ist. "Jedoch ist die Sterblichkeit der Jungtiere recht hoch. Das Geschwisterchen des kleinen Affen im Zoo Hoyerswerda verstarb nach nur wenigen Tagen", so Stefanie Jürß.

Kaiserschnurrbarttamarine sind in den Regenwäldern des Amazonas und seinen Nebenflüssen in Bolivien, Brasilien und Peru beheimatet. Die kleinen Affen ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Baumsäften und kleinen Insekten. Tamarine leben in kleinen Gruppen verwandter oder fremder Affen zusammen. Nur das dominante Weibchen pflanzt sich mit allen Männchen fort. Kaiserschnurrbarttamarine können bis zu 20 Jahre alt werden.