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Suche nach Sandstein und Holz läuft

Cheforganisator Matthias Barthel und Kerstin Noack präsentieren Werkzeug, mit dem die Bildhauer Stein und Holz bearbeiten.
Cheforganisator Matthias Barthel und Kerstin Noack präsentieren Werkzeug, mit dem die Bildhauer Stein und Holz bearbeiten. FOTO: H. Landes
Hoyerswerda. Die erste Hürde zur Finanzierung des zehnten internationalen Bildhauersymposiums in Hoyerswerda haben die Organisatoren in Rekordzeit übersprungen. Jetzt werden Spenden gesammelt. Nicht nur übers Internet, sondern auch an der Kasse im Schloss. Hartmut Landes

100 Unterstützer hat das zehnte internationale Hoyerswerdaer Bildhauersymposium auf der Internetplattform Startnext binnen zehn Tagen gefunden. "Das ist ein rekordverdächtig kurzer Zeitraum", freut sich Projektmanager Matthias Barthel. Er kündigte an, nun den nächsten Schritt der Finanzierung anzugehen. Ab Dienstag soll mit dem Spenden sammeln begonnen werden. Sowohl über die Internetplattform als auch an der Kasse im Schloss, falls Leute, die das Symposium unterstützen möchten, keinen Internetzugang haben.

10 000 Euro werden zur Finanzierung des Bildhauersymposiums in diesem Jahr gebraucht. "Und erst wenn die Summe insgesamt aufgebracht ist, werden die Konten der Spender belastet", erklärt Barthel. Die Unterstützer bräuchten also keine Bedenken haben, dass ihr zugesagter Spendenbetrag anderweitig Verwendung finde. Auf Wunsch werden auch Spendenquittungen ausgestellt. Zudem gibt es als Dankeschön kleine Gegenleistungen. Ab 25 Euro ist das ein Souvenir aus Sandstein, ab 50 Euro einmal freier Eintritt in den Zoo. Doch nicht nur im Internet rühren die Organisatoren die Werbetrommel. "Wir haben parallel zahlreiche Firmen in Hoyerswerda und der Region angeschrieben und um Unterstützung gebeten", sagt Kerstin Noack von der Zookultur als Mitausrichter. Auch mit Vertretern der Jürgen-von-Woyski-Stiftung haben die Organisatoren Gespräche geführt. Von Woyski, Initiator und künstlerischer Leiter der ersten neun Bildhauersymposien im Hoyerswerdaer Zoo, soll auch in diesem Jahr eine Rolle spielen, wenn während der Veranstaltungstage im Juni Filmausschnitte und Bilder von früheren Symposien gezeigt werden. "Wir haben jetzt die Zusagen von den ausgewählten Künstlern erhalten", sagt Barthel. Nun sei man dabei, Material und Werkzeuge für die Künstler zu beschaffen. Bei den sächsischen Sandsteinwerken in Pirna wurde nach Sandsteinblöcken angefragt. Zudem werden noch Eichenholzstämme für drei Plastiken benötigt.

Auf der Suche sind die Organisatoren nach Kompressoren, Sägen und weiteren Bildhauer-Werkzeugen. "Wir werden auch ein Gerüst bauen, an dem sich Sponsoren präsentieren können", macht Kerstin Noack ein Engagement für Firmen schmackhaft. Unterstützung hat die Wohnungsgesellschaft zugesagt, die für Unterkunft der Künstler sorgt, Versorgung und Verpflegung sollen durch das Zoo-Restaurant gewährleistet werden.

Öffentlichkeitswirksam wird das Symposium in den Stadtkindertag am 1. Juni eingebunden. An normalen "Arbeitstagen" sind zwei Führungen pro Tag vorgesehen. Zuerst müsse die Finanzierung stehen, sagt Barthel. "Aber da bin ich ganz optimistisch."

Die Spendensammlung läuft auf www.startnext.de/

bildhauersymposium-hoyerswerda

Die Entwürfe stehen auch auf

www.lr-online.de/bilder

Zum Thema:
Sechs Künstler werden vom 1. bis 9. Juni im Zoo arbeiten. Es sind Johann Wieltsch aus Österreich, Kristina Spasova Yosifova und Snejana Simeonova aus Bulgarien, Maurizio Perro aus Italien sowie Ralf Ehmann und Sebastian David aus Deutschland. Die Künstler erhalten für ihren Auftritt Honorar. Die Werke werden am 9. Juni öffentlich versteigert. Das Geld soll als Grundstock zur Finanzierung des elften Symposiums 2016 dienen.