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| 13:19 Uhr

Feuerwehr Ostsachsen
„Eberhard“ wütet in Bernsdorf

 Auch in Dresden liegt ein umgestürzter und zerschnittener Baumstamm nach dem Sturmtief Eberhard an einer Straße. Das Sturmtief brachte nach starken Böen in der Nacht auch fallende Temperaturen und Schnee nach Sachsen.
Auch in Dresden liegt ein umgestürzter und zerschnittener Baumstamm nach dem Sturmtief Eberhard an einer Straße. Das Sturmtief brachte nach starken Böen in der Nacht auch fallende Temperaturen und Schnee nach Sachsen. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert
Die Region Hoyerswerda wurde weitestgehend verschont. Das war nicht überall so. Von Rita Seyfert

Sturmtief Eberhard  hat am Sonntagabend eine Spur der Verwüstung über Ostsachsen gezogen. Auch in Bernsdorf ließ das Unwitter Kiefern quer auf Straßen stürzen. Verletzt wurde niemand. Die Verkehrshindernisse wurden bis 23 Uhr durch die Feuerwehr beräumt. Der Straßenverkehr war vorübergehend gesperrt.

Der erste Baum lag auf der Ortsverbindungsstraße Waldbadstraße zwischen Bernsdorf und Wiednitz, ein zweiter kippte auf die Verbindungsstraße zwischen B97 und Zeißholz und ein dritter Baum fiel auf die Kreisstraße zwischen dem Ortsteil Straßgräbchen und Weißig.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr zersägten die Stämme mit ihren Kettensägen in etwa ein Meter lange Stücke und legten das Holz und Geäst an den Straßenrand. Die Sägespäne und abgebrochenen Zweige fegten die Wehrmänner mit ihren Besen von der Fahrbahn. Die weitere Beräumung übernahm der städtische Bauhof am Montag.

Nicht nur in Bernsdorf, auch in ganz Ostsachsen wütete der Sturm heftig. Neben Notrufen zu umgeknickten Bäumen wurden gegen 21 Uhr zahlreiche abgedeckte Dächer, freihängende Stromleitungen und ausgelöste Brandmeldeanlagen gemeldet. Bis etwa zwei Uhr waren die Feuerwehren der Landkreise Bautzen und Görlitz im Einsatz. Insgesamt wurden bis Montagvormittag in der Regionalleitstelle Ostsachsen circa 330 Feuerwehreinsätze und weitere etwa 200 Rettungsdienst-Einsätze bearbeitet.

Die Region Hoyerswerda hatte allerdings Glück und wurde weitestgehend verschont. In Bernsdorf flaute der Sturm bereits gegen 23 Uhr wieder ab. Ingolf Höntsch, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bernsdorf: „Wir führten noch bis 23.40 Uhr Kontrollfahrten durch und fuhren wichtige Straßen ab, konnten aber keine weiteren Sturmschäden feststellen.“

Aufgrund der Warnung des Deutschen Wetterdienstes wurden bereits im Vorfeld intensive Vorbereitungen getroffen. So richtete die Freiwillige Feuerwehr Bernsdorf ab 21 Uhr in ihrem Gerätehaus eine Landfunkstelle ein, um den Funkkanal der Integrierten Regionalleitstelle Ostsachsen zu entlasten.