(cw) Beim diesjährigen Ideenwettbewerb der Sächsischen Mitmach-Fonds stehen die Preisträger fest. Zu den mehr als 600 ausgewählten Projektideen, die mit einem Preisgeld ausgezeichnet werden, gehören auch knapp 30 eingereichte Konzepte aus der Region Hoyerswerda.

Der Ideenwettbewerb war im März ausgerufen worden. In vier verschiedenen Kategorien konnten Ideen und Projektvorhaben eingereicht werden, die die Strukturentwicklung in den Bergbauregionen Lausitz und Mitteldeutschland befördern. Für die Unterstützung der besten Projekte stellt die sächsische Staatsregierung Preisgelder in Höhe von jeweils drei Millionen Euro für die Lausitz und für Mitteldeutschland für die nächsten zwei Jahre in Aussicht. Außerdem werden in der Lausitz zusätzlich Preisgelder in Höhe von 200 000 Euro pro Jahr zur Förderung von Initiativen der sorbischen Volksgruppe ausgereicht.

In der Region Hoyerswerda gehören mehrere Institutionen, Schulen, Vereine und soziale Träger zu den Gewinnern. Gleich zwölf Ideen aus der Kategorie „Zukunft MINT“ - dort waren Projekte mit Kindern und Jugendlichen als die zukünftigen Gestalter der Reviere gefragt - sind hier erfolgreich gewesen. So gehört zum Beispiel das vom Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) und der Kulturfabrik Hoyerswerda gemeinsam erarbeitete Medienprojekt „Vom Tagebau zum Seenland - Neue digitale Medien und eine Region im Wandel“ zu den großen Preisträgern. Zweckverband und Kufa wollen dabei gemeinsam ein Filmprojekt realisieren, bei dem Schüler zum Beispiel über Drohnenfotografie einen neuen Blickwinkel auf die Region werfen und mit ihrem Film zur Imagesteigerung für das entstehende Lausitzer Seenland beitragen.

Der Zoo Hoyerswerda möchte eine „Insektenlounge“ errichten und war mit dieser Konzeptidee ebenso erfolgreich wie die Lautech GmbH. Diese plant ein Schülerforschungszentrum mit Labor, das den Schwerpunkt auf die Berufsorientierung in den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) legt.

Auch in der Kategorie „ReWIR“, bei der das zivilgesellschaftliche Miteinander und Zusammenleben der Menschen im Vordergrund steht, konnten sich in der Region Hoyerswerda elf Projekte durchsetzen. So plant der Bürgerchor Hoyerswerda mit seinem neuen Programm mit Gundermann-Songs eine Gastspielreise für den deutsch-deutschen Kulturaustauch.  Unter dem Titel  „Der Park in Lohsa - Erhalt eines  Kleinods für nachfolgende Generationen“ will die Gemeinde Lohsa ein schon lange geplantes Projekt umsetzen.

In der Kategorie „Mobilität“ hat sich der Sportclub Hoyerswerda um Unterstützung für ein „Sportmobil für entlegene Regionen“ beworben. In der Kategorie „Lebendige Zweisprachigkeit in der sorbischen Lausitz“ waren insgesamt vier Projekte erfolgreich:  Mit dem Konzept „Über die Tracht zur Sprache“ gehört das Ostereiermuseum Sabrodt  zu den ausgezeichneten Großprojekten. Aber auch der Verein zur Pflege der Regionalkultur Mittlere Lausitz, die Handrij-Zejler-Grundschule am Adler in Hoyerswerda  und die Stadt Hoyerswerda gehören mit eigenen Sprach- und Theaterprojekten zu den Siegern.

„Die Ideen tragen dazu bei, die sächsischen Braunkohleregionen attraktiver und lebenswerter zu machen und kommen direkt aus der Mitte der Gesellschaft“, kommentiert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Preisverleihung und das Engagement der Preisträger.