(skl) Mit der Konferenz „Demokratie – Lebensqualität – Bildung“ hat die Stadt Hoyerswerda am Donnerstag im „Vis-a-vis“ in der Altstadt auf die Wichtigkeit der Mittelstädte in der Lausitz und in ganz Sachsen hingewiesen. Mit dieser Konferenz will Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) das Bewusstsein bei der Staatsregierung stärken, bei aller Entwicklung der Metropolen Dresden, Leipzig und Chemnitz die Mittelstädte wie Hoyerswerda, Bautzen und Zittau nicht aus den Augen zu verlieren.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der im Rahmen einer Diskussionsrunde nach Hoyerswerda gekommen war, bekräftigte, dass eben jene Mittelstädte in der Fläche wichtige Anker sind. Die Staatsregierung sei sich dessen bewusst. In einer unterzeichneten Erklärung der Konferenz heißt es: „In einem Flächenland wie Sachsen brauchen diese Städte mehr Rückenwind als bisher. Sie müssen von der Landespolitik stärker als bisher als Partner ,auf Augenhöhe’ wahrgenommen werden.“ Auch bei der Wirtschaftsförderung müssten die Mittelstädte besser eingebunden werden. Die Erklärung haben die Oberbürgermeister von Hoyerswerda, Bautzen und Zittau, Skora, Ahrens und Zenker, unterschrieben und dem Ministerpräsidenten überreicht. Skora hofft, dass sich weitere sächsische Mittelstädte dieser Erklärung anschließen.

Allein bei der Verkehrsinfrastruktur verspricht sich Ministerpräsident Kretschmer im Rahmen des Strukturwandels einen deutlichen Fortschritt. Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD), ebenfalls Teilnehmer der Diskussionsrunde, hat eine Zugverbindung vom Berliner Flughafen zum Dresdner Flughafen ins Spiel gebracht, die durch die Lausitz führt. Kretschmer machte indes deutlich, dass Städte wie Hoyerswerda besser angebunden werden müssen.

Die Konferenz ist von der Stadt Hoyerswerda und der AG Weinheimer Initiative veranstaltet und von der RAA organisiert worden. 112 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren zu Gast. In mehreren Vorträgen wurde die Vernetzung mit Demokratie, Lebensqualität und Bildung betont.