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Start für Ocker-Bremse am Ufer

Am Lohsaer Ufer des Dreiweiberner Sees werden Versuche gestartet, die unansehnlichen und störenden Eisenausfällungen zu stoppen.
Am Lohsaer Ufer des Dreiweiberner Sees werden Versuche gestartet, die unansehnlichen und störenden Eisenausfällungen zu stoppen. FOTO: Peter Radke/LMBV
Lohsa. Die Bergbausanierer rücken dem Ausbluten der Ufer am Dreiweiberner See jetzt zu Leibe. Das Pilotvorhaben bei Lohsa kann nun starten. Kathleen Weser

Das bestätigt Uwe Steinhuber, der Sprecher der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV). Die Bauanlaufberatung ist gestern erfolgt. "Voraussichtlich wird wie geplant im vierten Jahresquartal begonnen", erklärt Petra Melcher. Geprüft werden mit dem Pilotvorhaben am Speicherbecken Dreiweibern ein Drainagesystem, eine geosynthetische Dichtungsbahn und das Einbringen von Kalk. "Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilotvorhaben, bei denen die Varianten als unterschiedliche Betriebsregime nacheinander getestet werden, bietet es sich im Strandbereich Lohsa an, die Varianten gleichzeitig an nebeneinander gelegenen Uferbereichen zu entwickeln, zu errichten, messtechnisch zu überwachen und zu verallgemeinern", erläutert Uwe Steinhuber weiter. So soll die geeignetste Methode gefunden werden, um dem Ocker an den neuen Ufern wirksam den Garaus zu machen.

Abhängig ist der Plan nur noch vom Wetter. Starke Niederschläge können den Untergrund aufweichen und das Befahren der zu erreichenden Flächen behindern. Starker Frost wiederum wäre auch problematisch. Denn wenn der Untergrund durchfriert, ist das Abtragen und verspülen von Bodenmassen unmöglich.

Die Versuchsfelder sollen nun angelegt werden. Der Probebetrieb am Dreiweiberner See mit den Technologien, die die eisenhaltigen Verunreinigungen des Ufers bremsen sollen, folgt. Verwertbare Ergebnisse werden in etwa einem Jahr erwartet. Dann können die Sanierer auch entscheiden, welche Lösungen ebenso auf andere Gewässer in der Bergbaufolgelandschaft übertragen werden können.