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Starke Aktion für den Ex-Wehrleiter

Spalier für Walter Stark: Feuerwehrleute aus Lauta, Lauta Dorf, Leippe-Torno und Laubusch haben ihren einstigen Gemeindewehrleiter im Feuerwehrdepot in Lauta empfangen. Die Überraschung war seit Wochen geplant.
Spalier für Walter Stark: Feuerwehrleute aus Lauta, Lauta Dorf, Leippe-Torno und Laubusch haben ihren einstigen Gemeindewehrleiter im Feuerwehrdepot in Lauta empfangen. Die Überraschung war seit Wochen geplant. FOTO: Sasha Klein
Lauta. Walter Stark steht vor seinem Grundstück an der Lausitzer Straße. Zum Abendessen soll es gehen, hat seine Frau Monika ihm erzählt. Es kommt ganz anders. Plötzlich biegen hinter Stark fünf Feuerwehrfahrzeuge um die Ecke. Das Blaulicht setzt ein, die Sirenen heulen. Sascha Klein

Alle Lautaer Ortswehren sind dabei, in der Mitte der historische S-4000-1. Sie halten vor dem Haus, die Feuerwehrleute steigen aus. Überraschung geglückt. Viele Kameraden haben Tränen in den Augen. Der 66-Jährige ist jahrelang ihr Gemeindewehrleiter gewesen, ein Vorbild - einer, zu dem man aufschaut. Auch Walter Stark kämpft mit den Tränen. Er steigt mit seiner Frau in das historische Gefährt ein. Los gehts zur Ehrenfahrt Richtung Feuerwehrdepot in Lauta-Stadt. Wie immer ist das Feuerwehr-Urgestein mittendrin.

Walter Stark ist am 1. Juli offiziell als Gemeindewehrleiter ausgeschieden, hatte noch ein halbes Jahr länger als geplant Dienst getan, um seinen Nachfolger Martin Urbanski zu unterstützen, der noch auf Montage gearbeitet hatte. 15 Jahre lang ist Stark Gemeindewehrleiter Lautas gewesen, davor acht Jahre Feuerwehrchef der Lautaer Stadtwehr. In der Wehr aktiv ist Stark seit 1968.

In der Wache angekommen, stehen die Feuerwehrleute Spalier. Auch hier rollen Tränen. An den Spinden sind Fotos aus vielen Jahren Feuerwehrarbeit angebracht. Stark geht zu jedem, drückt ihm oder ihr die Hand. Am Ende des Spaliers steht der neue Gemeindewehrleiter Martin Urbanski mit einer Urkunde. Ab sofort ist Walter Stark Lautas erster Ehrenwehrführer - und ganz offiziell aus dem aktiven Dienst entlassen. Der 66-Jährige bleibt der Wehr natürlich erhalten. "Die ganzen Jahre habe ich das gerne gemacht", erzählt er sichtlich gerührt. "Ich hatte immer ein offenes Ohr für euch und werde es auch weiter haben", sagt er in die Runde.

Was er an Walter Stark schätzt? Martin Urbanski muss nicht lange überlegen: "Ich schätze an Walter die Kameradschaft und seine ruhige Art. Er hat viele schwierige Dinge auf seine ruhige Art geklärt."