Die EEH ist ein Tochterunternehmen der Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda GmbH (SWH), die der Stadt Hoyerswerda gehören.

Der Kontakt der beiden Unternehmen besteht laut EEH seit dem Jahr 2011. Damals sei die EEH mit der energetischen Sanierung der Pilzzuchtanlage beauftragt worden. Die Integra-Geschäftsführung hatte noch im vergangenen Jahr öffentlich mit Expansionsplänen geliebäugelt. Das Projekt der EEH umfasste "eine innovative Lösung für die optimale Wärme- und Kälteerzeugung".

Das Unternehmen stehe damit zu seiner "sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung gegenüber der Stadt und ihrer Bürger", heißt es in der am Freitagabend versandten Pressemitteilung. Mit der Übernahme sichere die EEH neun Arbeitsplätze für Hoyerswerda. Vier davon seinen Stellen für körperlich behinderte Menschen, welche im Rahmen dieses Integrationsprojektes wieder in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gläubigerversammlung, heißt es vonseiten der EEH.

Die 2004 gegründete Integra Lausitz GmbH stellte vor gut einem Monat beim Amtsgericht Dresden einen Insolvenzantrag. Der Betrieb lief ungeachtet dessen weiter. Die neun Beschäftigten erhalten Insolvenzausfallgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Integra produziert im Gewerbegebiet Kühnicht seit September 2004 den asiatischen Shii-Take-Pilz in acht Ernteräume zu je 150 Quadratmetern.

Der zum Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Dr. Helmut Schwarz aus Dresden und das Integrationsamt des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen begrüßten nach Angaben der EEH diese Entscheidung.