Diese hatte gefordert, dass der Entwurf des Haushalts nicht wieder erst kurz vor Ende des Jahres vorliegen dürfe. „Da ist uns ein Nachtragshaushalt lieber“ , erklärte Ralf Haenel (PDS).
Die Kritik kommt nicht von ungefähr. Bereits zum zweiten Mal in Folge hatte die Verwaltung erst kurz vor Jahresende den Etat-Entwurf für das jeweils laufende Haushaltsjahr vorgelegt.
Die Haushaltssatzung 2005 für Hoyerswerda wurde gestern Abend mehrheitlich beschlossen - rund fünf Wochen vor Ende des Jahres. Die Verzögerung liegt nicht daran, dass die Verwaltung nicht in der Lage war, schneller zu arbeiten. Dass der Haushaltsplan erst so spät zur Beschlussfassung stand, hatte im wesentlichen zwei Gründe: Zum einen musste die Stadt wegen des Millionenlochs in der Kasse erst ein Konsolidierungskonzept erarbeiten, das wiederum von Regierungspräsidium genehmigt werden musste. Zum anderen werden die Daten zur Finanzplanung vom Freistaat im Laufe des Jahres immer wieder aktualisiert.
Zeit für großartige Änderungen im Haushaltsplan für 2005 blieb gestern nicht mehr. „Der Haushalt muss nach Dresden“ , betonte Kämmerer Frank Hennig. (ck)

Zum Thema Eckdaten
  Auf der Einnahmenseite des Hoyerswerdaer Haushalts 2005 stehen rund 101 Millionen Euro, auf der Ausgaben seite rund 108 Millionen Euro. Davon sind im Verwaltungshaushalt knapp 85 Millionen Euro Einnahmen und Ausgaben eingeplant. Im Vermögenshaushalt stehen Einnahmen von etwa 16,7 Millionen Euro Ausgaben in Höhe von rund 23,3 Millionen Euro gegenüber.
Hebesätze von Stadt und Ortsteilen für 2005:
Grundsteuer A: 290 v.H.
Grundsteuer B: 440 v.H.
Gewerbesteuer: 435 v.H.