Von Anja Guhlan

Die Ruine des Trautmannbaus am Stadteingang von Lauta steht immer noch. Das ärgert erneut einen Bürger, der in der Bürgerfragestunde der jüngsten Stadtratssitzung die Möglichkeit  ergreift, noch einmal die Frage zu stellen, wann diese Ruine endlich abgerissen wird.

Lautas Bürgermeister Frank Lehmann  (parteilos), der noch im vergangenen Jahr die Hoffnung äußerte, dass der Abriss noch in 2018 erfolgen könne, musste sich eingestehen, dass die Stadt immer noch vor dem ungelösten Problem steht. „Es ist wahrlich anders gekommen. Die Angelegenheit befindet sich weiterhin komplett in der Hoheit des Eigentümers, der sich schwer tut“, meint Lehmann. Der Bürger regte indessen zur Überlegung an, auf eine ältere Variante zurückzugreifen.

Bei dieser Variante hatte der damalige Bürgermeister Hellfried Ruhland um Fördermittel aus dem Landesbrachenprogramm des Freistaates Sachsen gebeten. 700 000 Euro erhielt die Stadt damals. Ein nicht rückzahlbarer Zuschuss, der 90 Prozent  des Abriss-Vorhaben realisieren sollte.  Der Stadtrat sollte darüber abstimmen,  den Bau für 22 000 Euro zu kaufen, um dann den Abriss vornehmen zu können. Das Vorhaben scheiterte, weil der Stadtrat dem Grunderwerb für diesen Preis nicht zustimmte. Die Fördermittel mussten daraufhin zurück gegeben werden.

„Ziel ist es immer noch, eine Variante zu finden, die  das Problem löst aber gleichzeitig die Stadt von städtischen Finanzen frei hält“, äußert sich Lehmann auf den Vorschlag des Bürgers. Der Bürgermeister fügte noch an: „Es liegen derzeit verschiedene Varianten auf dem Tisch.“ Um die aktuellen Fortführungsverhandlungen nicht zu gefährden, äußerte sich Lehmann zu den verschiedenen Varianten nicht weiter.

Das seit dem Jahr 2007 brachliegende  Grundstück, auf dem ursprünglich ein Komplex zum Arbeiten, Wohnen und Einkaufen entstehen sollte, liegt also bis auf Weiteres weiter brach. Im Jahr 1992 begann damals der Bau, der vier Jahre später zum Erliegen gekommen ist.