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| 01:23 Uhr

Stadtmuseum wird zum Schulhaus

Die ersten Exponate für die in diesem Jahr geplante Schul-Sonderausstellung besitzt das Stadtmuseum Hoyerswerda im eigenen Fundus auf dem Dachboden. Doch Museumschefin Sigrun Jeck und ihre Mannschaft tragen noch vieles andere mehr zusammen. Foto: Uwe Schulz
Die ersten Exponate für die in diesem Jahr geplante Schul-Sonderausstellung besitzt das Stadtmuseum Hoyerswerda im eigenen Fundus auf dem Dachboden. Doch Museumschefin Sigrun Jeck und ihre Mannschaft tragen noch vieles andere mehr zusammen. Foto: Uwe Schulz FOTO: Uwe Schulz
Hoyerswerda. Im Personalaufenthaltsraum des Hoyerswerdaer Schlosses leistet ein Luftentfeuchter sein Bestes, um die Feuchtigkeit zu binden. An den Wänden sieht man noch deutlich die Spuren des Wasserrohrbruchs, der sich vor wenigen Tagen auf dem Dachboden ereignete. Von Uwe Schulz

Nicht schön, aber erstmal nicht zu ändern. Für Museumsleiterin Sigrun Jeck und ihre Leute muss es auch so weitergehen. Immerhin hat keines der Exponate in der Etage darunter etwas abbekommen. Der Ausstellungsbetrieb leidet praktisch nicht. Und das ist nunmal das Wichtige in einem Museum.

Neben den ständigen Ausstellungen ist derzeit die Personalausstellung von Bernd Gork zu sehen. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Senftenberger Museums zeigt bis Mitte März Malerei und Collagen, ehe die nächste Kunstausstelung kommt. Die größte Ausstellung des Jahres wird im Hoyerswerdaer Schloss wieder eine Eigenkreation sein. „Unsere eigenen Ausstellungen laufen bei uns am besten“, verweist Sigrun Jeck auf Zahlen und die Resonanz der Besucher.

„Eene, meene Tintenfass - geh zur Schul' und lerne was“ heißt das Motto der diesjährigen großen Sonderschau. Natürlich geht es da um das Schulwesen in der Stadt Hoyerswerda, so weit die Unterlagen dazu zurückreichen. Und natürlich werden die vielen polytechnischen Oberschulen aus DDR-Zeiten nicht fehlen, wird man zeigen, was aus ihnen geworden ist. Es wird Schulbänke, Schiefertafeln und andere Utensilien zu sehen geben. Privater Leihgaben hat man sich ebenso schon versichert wie der Unterstützung des Schulmuseums Dresden und anderer ähnlicher Einrichtungen. Man wird in Kopien von Fibeln blättern und auch sonst jede Menge erleben und entdecken können.

Was insbesondere für die Eröffnungstag gilt, die in diesem Jahr am 17. Mai zusammen mit dem Museumstag gefeiert wird – als Schulfest natürlich. „Die Vorbereitung ist eine Heidenarbeit“, weiß Sigrun Jeck jetzt schon. Doch es soll sich lohnen – für die Besucher und das Museum. Immerhin will man mit der Ausstellung und dem dazugehörigen schulpädagogischen Angebot auch viele Schulen ansprechen. Ein Zweig der Museumsarbeit, der von den Mitarbeitern dieses Betriebsteil des Eigenbetriebes Kultur und Bildung stetig ausgeweitet wird. Man muss sich eben immer nur was Neues einfallen lassen.Das gilt auch für die Daueraustellung. Fördermittel sind beim Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien beantragt, um die Museumskonzeption von externen Experten überarbeiten zu lassen. Selbst wenn das gelingt, müsste man für eine eventuelle Umgestaltung ebenfalls Geld locker machen. Sigrun Jeck hofft, dass das gelingt. Immerhin soll das Museum künftig nicht nur bewahren und zeigen, sondern auch interaktiven Erlebniswert bieten.